Alexander Skarsgårds düstere Liebesgeschichte Pillion begeistert in Cannes
Claudia FischerAlexander Skarsgårds düstere Liebesgeschichte Pillion begeistert in Cannes
Alexander Skarsgård glänzt in Pillion – einer schwarzhumorigen Liebesgeschichte über eine BDSM-Beziehung in einer queeren Motorradgang
In Pillion, einer düster-komischen Romanze über Macht, Unterwerfung und scharfen Witz, spielt Alexander Skarsgård die Hauptrolle. Der Film des Regisseurs Harry Lighton basiert auf Adam Mars-Jones' Roman Box Hill und wird von Kritikern als "Dom-Com" bezeichnet – eine Mischung aus Dominanz, Submission und beißendem Humor. Skarsgård verkörpert Ray, einen lederbekleideten Biker, der seinen Partner Colin in die Welt des queeren Motorradfahrens einführt.
Skarsgård bringt eigene Erfahrungen mit: Er fährt seit Jahren Motorrad. Für die Vorbereitung verbrachte Regisseur Lighton ein Wochenende mit dem echten Gay Bikers Motorcycle Club (GBMCC), dessen Mitglieder später als Berater, Statisten und sogar bei der Premiere dabei waren. Ihre Mitwirkung verlieh der Darstellung der Gang-Kultur besondere Authentizität.
Pillion balanciert zwischen dunklen Themen und absurder Komik – ganz im Stil von Mars-Jones' Vorlage. Skarsgårds Figur Ray dominiert die Beziehung zu Colin, gespielt von Harry Melling, der als sein Sozius – der Mitfahrer auf dem Rücksitz – in eine Dynamik aus Macht, Vertrauen und queerer Identität hineingezogen wird.
Skarsgård, Spross der berühmten schwedischen Schauspielerdynastie, hat sich schon immer zu komplexen Rollen hingezogen gefühlt. Sein Vater Stellan sowie seine Brüder Bill und Gustav sind ebenfalls Schauspieler, doch weltbekannt wurde er als Eric Northman in HBOs True Blood. Nun wählt er erneut eine vielschichtige Figur – diesmal in einer Geschichte, die Romanze, Fetisch und das Dröhnen von Motorrädern vereint.
Der Film feierte seine Premiere beim Cannes Film Festival 2025 und erhielt siebenminütigen stehenden Applaus. Seine Mischung aus mutigem Storytelling und ungewöhnlicher Liebesgeschichte sorgt bereits für Gesprächsstoff – ähnlich wie Skarsgårds jüngster Erfolg in Heated Rivalry, einer Serie über eine geheime Eishockey-Spieler-Romanze, die online begeisterte.
Mit Pillion festigt Skarsgård seinen Ruf, sich an mutige, facettenreiche Rollen zu wagen. Die Reaktionen in Cannes deuten auf großes Interesse an dieser ungewöhnlichen Kombination aus queerer Liebe, BDSM-Themen und schwarzem Humor hin. Die Einbindung des echten GBMCC verleiht der Motorradkultur zusätzliche Glaubwürdigkeit und hebt den Film im diesjährigen Kinojahr hervor.






