Altersvorsorge-Reform 2025: Mehr Renditechancen – aber ohne Garantien
Nina MüllerAltersvorsorge-Reform 2025: Mehr Renditechancen – aber ohne Garantien
Deutschland reformiert sein Altersvorsorgesystem: Leistungsorientiertes Modell startet 2025
Deutschland überarbeitet sein System zur privaten Altersvorsorge und führt zum 1. Januar 2025 ein neues, renditeorientiertes Konto ein. Die Reform ersetzt das bisherige Riester-Rentenmodell und bietet Anlegern riskantere Anlageoptionen – allerdings ohne Kapitalgarantien. Ziel ist es, höhere Erträge zu ermöglichen und gleichzeitig die staatlichen Zuschüsse für Sparer und Selbstständige auszuweiten.
Das Altersvorsorge-Reformgesetz tritt am 1. Januar 2027 in Kraft und läutet das Ende der Riester-Rente ein. Das neue Vorsorgemodell erlaubt Investitionen in renditeträchtigere, aber auch risikoreichere Finanzprodukte – allerdings ohne jede Absicherung.
Die staatlichen Zuschüsse werden neu strukturiert, um das Sparen attraktiver zu machen. Wer jährlich bis zu 360 Euro einzahlt, erhält einen 50-prozentigen Zuschuss des Staates. Für zusätzliche Einzahlungen bis zu 1.800 Euro gibt es 25 Prozent obendrauf. Die maximale jährliche Förderung beträgt damit 540 Euro. Eltern, die jährlich 300 Euro investieren, profitieren sogar von einer 100-prozentigen staatlichen Verdopplung.
Die Reform erweitert zudem den Kreis der Berechtigten: Alle Selbstständigen – unabhängig von ihrem Versicherungsstatus – haben künftig Anspruch auf Förderung. Das gilt auch für Personen, die Einkünfte nach bestimmten Abschnitten des Einkommensteuergesetzes erzielen. Um die Kosten niedrig zu halten, werden die Gebühren für ein Standardkonto auf 1 Prozent gedeckelt.
Das neue leistungsorientierte Altersvorsorgekonto steht ab 1. Januar 2025 zur Verfügung und gibt Sparern zwei Jahre Zeit, sich auf die vollständige Umstellung vorzubereiten. Die Reformen bieten mehr Anlageflexibilität und stärken die staatliche Unterstützung. Selbstständige und Eltern profitieren von erweiterten Zuschüssen, während Gebührenobergrenzen für Planbarkeit sorgen. Die vollständige Umstellung auf das neue System wird 2027 abgeschlossen sein.






