Amanda Knox unterstützt verurteilte Kindermörderin Lucy Letby – und löst Empörung aus
Mila KleinAmanda Knox unterstützt verurteilte Kindermörderin Lucy Letby – und löst Empörung aus
Amanda Knox hat öffentlich ihre Unterstützung für Lucy Letby ausgesprochen, die ehemalige Krankenschwester, die wegen des Mordes an sieben Babys verurteilt wurde. Bei einer kürzlichen Fragerunde in London enthüllte Knox, sie habe Letby im Gefängnis einen Brief sowie ein Exemplar ihrer Autobiografie zugeschickt. Dieser Austausch hat Kritik von der Familie von Meredith Kercher hervorgerufen, der britischen Studentin, deren Mord Knox einst verurteilt – und später freigesprochen – worden war.
Bei einer Veranstaltung zu ihrem Dokumentarfilm Mouth Of The Wolf kämpfte Knox mit den Tränen, als sie über den Mord an Meredith Kercher sprach. Später bestätigte sie, zwar nicht direkt mit Letby gesprochen zu haben, aber ihr Buch Frei (2022) sowie einen Brief sowohl an Letby als auch an deren Eltern geschickt zu haben. Ein Zuschauer behauptete, Knox habe Letby in einer Nachricht geraten, sich "an der Hoffnung festzuhalten".
Francesco Maresca, der Anwalt der Familie Kercher, reagierte scharf. Er warf Knox vor, sich an Kerchers Erinnerung zu "bereichern", und erklärte, die Familie empfindet, dass es "langsam genug" sei. Schon in ihrer früheren Autobiografie Warten auf Gerechtigkeit (2013) hatte Knox ihre Inhaftierung in Italien und ihren späteren Freispruch thematisiert.
Die Kontroverse entsteht zu einer Zeit, in der Letby nach ihrer Verurteilung wegen mehrfachen Kindermords im Jahr 2023 weiterhin im Gefängnis sitzt. Knox, die selbst vier Jahre in einem italienischen Gefängnis verbrachte, bevor ihr Urteil aufgehoben wurde, setzt sich seit Langem für die Aufklärung von Justizirrtümern ein und spricht über die Schwierigkeiten, danach ein neues Leben aufzubauen.
Knox' Brief und Buch wurden an Letby geschickt, während diese eine lebenslange Haftstrafe ohne Möglichkeit auf vorzeitige Entlassung verbüßt. Der Anwalt der Familie Kercher hat Knox' anhaltende öffentliche Auseinandersetzung mit dem Fall scharf verurteilt. Bisher gibt es keine Bestätigung für weiteren direkten Kontakt zwischen Knox und Letby.






