Apotheken protestieren bundesweit für bessere Finanzierung und Arbeitsbedingungen
Claudia FischerApotheken protestieren bundesweit für bessere Finanzierung und Arbeitsbedingungen
Apotheken in ganz Deutschland bereiten sich auf Protesttag am 23. März 2026 vor
Apothekenbesitzer und Branchenverbände haben zu Schließungen und Demonstrationen in mehreren Großstädten aufgerufen, um bessere Finanzierung und Arbeitsbedingungen durchzusetzen.
Die Proteste richten sich an die Politik und fordern die umgehende Umsetzung einer Koalitionsvereinbarung, die eine Erhöhung der Apothekenpauschale (Fixum) auf 9,50 Euro vorsieht. Die Organisatoren verlangen zudem jährliche Anpassungen dieser Gebühr, stärkere wirtschaftliche Unterstützung zur Verhinderung von Schließungen sowie die Ablehnung der Pläne für "Apotheken ohne Apotheker" im Rahmen des ApoVWG-Gesetzes. Kundgebungen sind in Berlin, Düsseldorf, Hannover und München geplant.
Die Entscheidung, ob eine Apotheke schließt, liegt allein bei der Geschäftsführung – nicht bei den Mitarbeitern. Diese dürfen nicht gezwungen werden, an den Demonstrationen teilzunehmen oder ausgefallene Arbeitsstunden nachzuholen. Allerdings müssen sie ihren regulären Lohn weiterhin erhalten. Arbeitgeber können ihnen während der Schließung alternative Aufgaben, etwa administrative Tätigkeiten, zuweisen.
Für Patienten bleibt die Versorgung über Notdienstapotheken sichergestellt, sodass dringende medizinische Bedürfnisse weiterhin gedeckt sind. Bei der Aktion handelt es sich nicht um einen Streik, sondern um eine koordinierte Maßnahme von Besitzern und Verbänden, um Druck auf die Politik auszuüben.
Die Proteste unterstreichen die seit Langem bestehenden Sorgen über Finanzierung und Personal in deutschen Apotheken. Mit landesweiten Schließungen hoffen die Organisatoren, die Politik zum Handeln zu bewegen. Notfallservices bleiben während der Aktion aufrechterhalten, um die grundlegende Patientenversorgung zu gewährleisten.