13 March 2026, 06:07

Apotheker streiken bundesweit für faire Medikamentenpreise am 23. März 2026

Eine große Gruppe von Menschen steht an der Straße, einige halten Schilder, mit einem Fahrrad im Vordergrund und Bäumen und einem Pfahl im Hintergrund, bei einer Black-Lives-Matter-Demonstration in Berlin.

Apotheker streiken bundesweit für faire Medikamentenpreise am 23. März 2026

Apotheker in ganz Deutschland bereiten Großdemo für den 23. März 2026 vor

Tausende Apotheker werden an diesem Tag ihre Geschäfte schließen und in vier Städten für bessere finanzielle Unterstützung demonstrieren. Der zentrale Protest in Düsseldorf zielt darauf ab, die seit Langem überfälligen Gebührenerhöhungen von der Regierung durchzusetzen.

Der bundesweite Streik ist die Folge jahrelanger stagnierender Erstattungssätze für Medikamentenabgaben. Seit 2013 sind die Betriebskosten der Apotheken um 65 Prozent gestiegen, während die Vergütung pro Packung bei 8,35 Euro eingefroren blieb. Fast jede fünfte Apotheke musste in dieser Zeit schließen – die Branche sieht sich nun zum Handeln gezwungen.

Die Organisatoren rufen Kollegen auf, sich der Kundgebung in Düsseldorf anzuschließen, wo die Hauptveranstaltung von 12:00 bis 13:00 Uhr auf dem Burgplatz stattfindet. Ab 11:00 Uhr können sich Teilnehmer versammeln; der Apothekerverband Nordrhein (AVNR) hat kostenlose Busse organisiert. Abfahrten gibt es unter anderem aus Aachen, Bonn, Duisburg, Essen, Köln und Wuppertal.

Die Demonstration knüpft an eine ähnliche Aktion im November 2023 an, als 3.500 Apotheker aus Ostdeutschland in Dresden gegen die Schließung lokaler Apotheken protestierten. Diesmal ist die Forderung klar: Die Vergütung pro Packung muss auf 9,50 Euro steigen. Ohne diese Anpassung, so die Argumentation der Apotheker, werde es für viele Betriebe immer schwieriger, zu überleben.

Am 23. März bleiben zahlreiche Apotheken geschlossen, während Mitarbeiter nach Düsseldorf und in andere Städte reisen. Kostenlose Transportmöglichkeiten sollen eine hohe Beteiligung sichern. Ein Erfolg der Proteste könnte höhere Erstattungssätze und eine stabilere Zukunft für die Branche bedeuten.

Quelle