Augsburger Stichwahl im Bierzelt: Wie die Briefstimmen ungewöhnlich ausgezählt wurden
Mila KleinKein Platz im Ausstellungssaal - Wahlhelfer ziehen ins Bierzelt - Augsburger Stichwahl im Bierzelt: Wie die Briefstimmen ungewöhnlich ausgezählt wurden
Augsburgs Stichwahl um das Oberbürgermeisteramt nahm eine ungewöhnliche Wendung, als Wahlhelfer die Briefstimmen in einem Bierzelten auswerteten. Da der übliche Veranstaltungsort nicht verfügbar war, mussten die Wahlarbeiter kurzerhand auf das Gelände des Plärrer-Festplatzes ausweichen. Amtsinhaberin Eva Weber (CSU) trat in der finalen Abstimmung gegen den SPD-Kandidaten Florian Freund an.
Die erste Wahlrunde hatte noch in der Augsburger Messehalle stattgefunden. Doch wegen des bevorstehenden Ostervolksfests stand der Raum für die Stichwahl nicht mehr zur Verfügung. Die Stadtverantwortlichen entschieden sich daher spontan für das Bierzelt auf dem Plärrer als Notlösung.
Am 29. März trafen sich die Wahlhelfer dort, um die Briefwahlstimmen auszuwerten. Trotz der ungewöhnlichen Umstände konnte die Auszählung so wie geplant durchgeführt werden. Wie viele Mitarbeiter an der Aktion beteiligt waren, wurde nicht offiziell bekannt gegeben.
In der Stichwahl verteidigte Weber, die aktuelle Oberbürgermeisterin, ihr Amt gegen Freund. Beide Kandidaten hatten sich nach der ersten Runde für die entscheidende zweite Abstimmung qualifiziert.
Das Bierzelt bot zwar eine unkonventionelle, aber praktische Lösung für die Stimmenauszählung. Angesichts der nahenden Festivalsaison hatte Augsburg kaum Alternativen. Die Wahlergebnisse werden nun zeigen, ob Weber im Amt bleibt oder Freund als neuer Oberbürgermeister die Stadt führen wird.






