Balkonanbau in Peiting spaltet Politiker: Ästhetik vs. Parkplatznot
Pläne für Balkonanbau am Peitinger Hauptplatz sorgen für Diskussionen
Ein Vorhaben, an einem Gebäude am Hauptplatz in Peiting zwei neue Balkone anzubauen, hat unter lokalen Politikern für Gesprächsstoff gesorgt. Der Entwurf sieht vor, an der Westseite des Gebäudes, in dem sich derzeit das Fachgeschäft Betten Weissenbach befindet, zwei Balkone anzubringen. Während einige die Änderungen befürworten, gibt es Bedenken hinsichtlich der Gestaltung und der Parksituation.
Die Balkone würden 1,45 Meter über die Grundstücksgrenze hinausragen und damit die übliche Bebauungsgrenze überschreiten. Dennoch stuft die Stadtverwaltung die Änderung als geringfügig ein. Das Gebäude unterliegt dem Bebauungsplan für den Oberen Hauptplatz, und der Eigentümer habe sich an die geltenden Vorschriften gehalten, hieß es.
Christian Hack, Leiter des Bauamts, bestätigte, dass der Eigentümer ursprünglich auch Balkone an der straßenseitigen Fassade beantragt habe. Dieser Antrag wurde jedoch abgelehnt, da die Kommune diesen Teil des Grundstücks besitze. Andreas Barnsteiner (BVP) argumentierte, die Balkone würden zur Gesamtgröße des Gebäudes passen, während Michael Deibler (CSU) das Design als "kaum akzeptabel" in ästhetischer Hinsicht bezeichnete.
Ein weiterer Streitpunkt war die Parkplatzsituation. Stadtrat Norbert Merk (CSU) lehnte den Plan ab und warnte, dass zusätzliche Wohnungen die ohnehin angespannte Parksituation weiter verschärfen könnten. Bürgermeister Peter Ostenrieder erkannte das Problem an, betonte jedoch, dass der Eigentümer alle aktuellen Vorschriften eingehalten habe. Letztlich stimmte Merk als einziges Komiteemitglied gegen den Antrag.
Trotz einiger Vorbehalte billigte der Ausschuss den Balkonanbau. Die Entscheidung ebnet den Weg für das Projekt, auch wenn die Bedenken zur Parkplatzlage weiterhin ungelöst bleiben. Der Eigentümer kann nun mit den Umbaumaßnahmen an der Westfassade des Gebäudes beginnen.






