05 April 2026, 00:59

BASF baut BDO-Produktion in Ludwigshafen aus – mehr Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit

Eine Karte der Vereinigten Staaten mit verschiedenen Grüntönen, die die CO2-Emissionen anzeigen, begleitet von Text, der Informationen zur Quelle enthält.

BASF baut BDO-Produktion in Ludwigshafen aus – mehr Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit

BASF erweitert Produktion von 1,4-Butandiol (BDO) am Standort Ludwigshafen

Der Chemiekonzern BASF baut die Produktion von 1,4-Butandiol (BDO) in seinem Werk in Ludwigshafen aus. Mit diesem Schritt reagiert das Unternehmen auf die steigende Nachfrage sowie auf eine EU-Anti-Dumping-Untersuchung, die sich gegen Importe aus China, Saudi-Arabien und den USA richtet. Die lokale Herstellung soll zudem die CO₂-Emissionen senken und die Lieferketten für europäische Kunden stabilisieren.

Die Entscheidung, die BDO-Produktion zu erhöhen, passt zu BASFs integriertem Verbundsystem. Diese Struktur ermöglicht es dem Unternehmen, die Produktion effizient hochzufahren und flexibel auf Kundenbedürfnisse zu reagieren. Angesichts politischer Unsicherheiten im Welthandel gewinnt die regionale Fertigung zunehmend an Bedeutung.

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Durch den Ausbau wird BASF auch sein Angebot an biomassengebilanziertem BDO und dessen Derivaten erweitern. Dazu zählen wichtige Produkte wie Tetrahydrofuran (THF), PolyTHF und N-Methyl-2-pyrrolidon (NMP). Die Nachfrage nach diesen Chemikalien bleibt insbesondere in der Pharmaindustrie, bei Beschichtungen und Elastomeren hoch.

Die globale Nachfrage nach THF und seinen Derivaten ist in den letzten fünf Jahren stetig gestiegen – mit einem jährlichen Wachstum von etwa 4 bis 6 Prozent. Treiber dieser Entwicklung sind vor allem die Märkte im asiatisch-pazifischen Raum, insbesondere China und Indien, sowie Nord- und Lateinamerika. Mit der Ausweitung der lokalen Produktion will BASF sicherstellen, dass europäische Kunden trotz Handelsstörungen zuverlässig beliefert werden.

Der Ausbau verkürzt nicht nur die Lieferketten und verringert den CO₂-Fußabdruck der BASF-Produkte, sondern setzt auch vermehrt auf erneuerbare Energien und Rohstoffe. Angesichts der anhaltend hohen Nachfrage nach BDO und seinen Derivaten stärkt der Schritt die Versorgungssicherheit für Branchen, die auf diese essenziellen chemischen Grundstoffe angewiesen sind.

AKTUALISIERUNG

EU Announces Anti-Dumping Duties Prompting BASF's BDO Expansion

New regulatory action has accelerated BASF's production plans. The European Commission announced provisional anti-dumping duties on BDO imports from China, Saudi Arabia, and the US on January 8, 2026, citing significant dumping and injury margins. This decision directly influenced BASF's decision to expand its Ludwigshafen facility, ensuring European supply stability amid trade uncertainties.