Baugewerbe-Ost: Löhne steigen stärker als im Westen – historischer Ausgleich gelingt
Clara BraunBaugewerbe-Ost: Löhne steigen stärker als im Westen – historischer Ausgleich gelingt
Löhne im ostdeutschen Baugewerbe steigen um 5,3 Prozent – und damit stärker als im Westen
Die Löhne im Baugewerbe Ostdeutschlands werden um 5,3 Prozent steigen – ein höherer Anstieg als die 3,9 Prozent, die für Beschäftigte in den westdeutschen Bundesländern vereinbart wurden. Die Einigung markiert einen historischen Wandel nach Jahrzehnten ungleicher Bezahlung zwischen den beiden Regionen. Gewerkschaftsvertreter bezeichnen den Schritt als Meilenstein für mehr Gerechtigkeit in der Branche.
Der neue Tarifvertrag beendet die langjährige Lohnkluft im Baugewerbe. Erstmals gilt nun das Prinzip "Ein Land, ein Lohn, ein Gehalt" flächendeckend. Die Reform soll die seit der Wiedervereinigung bestehenden Einkommensunterschiede ausgleichen.
"Ein historischer Durchbruch"
Carsten Burckhardt, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft IG BAU, lobte die Vereinbarung als "Meilenstein". Der Tarifvertrag betrifft rund 920.000 Beschäftigte in ganz Deutschland, davon über 600.000 im Westen. Die aktuellen Regelungen gelten bis zum 31. März 2027.
Beschäftigte in Ostdeutschland profitieren künftig von einem stärkeren Lohnwachstum als ihre Kollegen im Westen. Die Einigung ist das Ergebnis jahrelanger Verhandlungen, um die Entgeltstandards bundesweit anzugleichen.
Einheitliche Lohnstruktur ab sofort
Die Lohnerhöhung tritt im Rahmen des bestehenden Tarifvertrags in Kraft, der bis 2027 läuft. Bauarbeiter in den ostdeutschen Bundesländern werden besonders von dem höheren Anstieg profitieren, was die langfristigen Unterschiede verringert. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten gilt in der Branche nun ein einheitliches Lohnsystem.






