Berlin reformiert Schulgesetz: Strengere Regeln und digitale Zukunft für Schüler:innen
Clara BraunBerlin reformiert Schulgesetz: Strengere Regeln und digitale Zukunft für Schüler:innen
Berlins Bildungssystem steht vor tiefgreifenden Veränderungen, nachdem der Senat einen Entwurf zur Novellierung des Schulgesetzes verabschiedet hat. Die neuen Regelungen zielen darauf ab, die Unterrichtsqualität zu verbessern, Schulschwänzen einzudämmen und die Schulverwaltung zu modernisieren. Laut Behörden sollen die Reformen die Schulen "zukunftsfähig" machen.
Das geplante Gesetz führt schärfere Maßnahmen gegen unentschuldigtes Fehlen ein. Schüler:innen mit häufigen Fehlzeiten können künftig verpflichtet werden, einen Amtsarzt aufzusuchen. Ausgenommen von dieser Regelung sind jedoch Kinder mit chronischen Erkrankungen.
Zudem wird der Lernfortschritt systematischer erfasst. Standardisierte Tests und Vergleichsdaten sollen künftig genutzt werden, um die Lernergebnisse zu überwachen. Ziel ist es, Förderbedarf früher zu erkennen und Lehrmethoden wirksamer zu bewerten.
Weitere Neuerungen betreffen die Übergänge auf weiterführende Schulen sowie den Einsatz digitaler Werkzeuge. Künftig sollen Schulen KI-gestützte Systeme, elektronische Klassenbücher und digitale Zeugnisse einführen. Auch die Schülerausweise werden online verfügbar sein.
Der Gesetzentwurf geht nun an das Abgeordnetenhaus, wo er beraten und endgültig beschlossen wird. Falls das Gesetz verabschiedet wird, verändern sich Abläufe an Berliner Schulen grundlegend: Fehlzeitenkontrollen, digitale Systeme und Leistungsüberprüfungen werden zum Standard. Der Senat erwartet, dass diese Schritte die Bildungsqualität steigern und Schüler:innen besser auf die Zukunft vorbereiten.






