17 April 2026, 08:06

Berliner Koalition zofft sich um U7-Verlängerung nach Spandau – wer hat recht?

Schwarze und weiße Stadtkarte mit einer roten Routelinie, die als Wechselburg und Chemnitz-Bahn bezeichnet ist.

Berliner Koalition zofft sich um U7-Verlängerung nach Spandau – wer hat recht?

In der Berliner Koalition ist ein Streit über die Pläne für den öffentlichen Nahverkehr entbrannt. SPD-Landesvorsitzender Raed Saleh lehnte einen Vorschlag von Verkehrssenatorin Ute Bonde (Grüne) ab und bezeichnete ihn als ungerecht für die Bewohner Spandaus. Im Mittelpunkt des Konflikts steht die Frage, ob die U-Bahn-Linie U7 verlängert werden soll – oder ob das Projekt wegen steigender Kosten aufgegeben wird.

Auslöser der Auseinandersetzung war eine Kosten-Nutzen-Analyse, die von einer Verlängerung der U7 über den Bahnhof Spandau Rathaus hinaus abrät. Senatorin Bonde räumte ein, dass der U-Bahn-Bau vor finanziellen Herausforderungen stehe, betonte jedoch, es gebe noch keine endgültige Entscheidung. Sie forderte weitere Untersuchungen, bevor eine Verlängerung ausgeschlossen werde.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Saleh kritisierte den Plan scharf und warf ihm vor, benachteiligte Bevölkerungsgruppen in Spandau zu vernachlässigen. Eine Streichung der U7-Verlängerung würde die Anwohner seiner Meinung nach mit schlechteren Verkehrsanbindungen zurücklassen. Seine Fraktion kündigte an, den aktuellen Vorschlag nicht zu unterstützen.

Unterdessen zeigt sich Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) trotz Vorbehalten der Verkehrsbehörden weiterhin offen für die U7-Erweiterung. Die Kontroverse könnte die Spannungen zwischen SPD und CDU im Vorfeld der Wahl weiter verschärfen.

Die Debatte um die U7-Verlängerung droht nun, die Berliner Koalition zu spalten. Während Salehs Fraktion das Projekt ablehnt und Wegner es weiterhin prüft, sind weitere Verhandlungen absehbar. Die endgültige Entscheidung wird nicht nur die Verkehrspolitik, sondern möglicherweise auch die Wahlkämpfe in den kommenden Monaten prägen.

Quelle