Boppard startet ersten Wirtschaftsdialog mit klaren Forderungen an Politik und Wirtschaft
Clara BraunBoppard startet ersten Wirtschaftsdialog mit klaren Forderungen an Politik und Wirtschaft
Erster Wirtschaftsdialog in Boppard: Stadt präsentiert wirtschaftliche Stärken und Herausforderungen
Am 22. November 2023 richtete Boppard seinen ersten Wirtschaftsdialog aus. Rund 100 Gäste folgten der Einladung zu der Veranstaltung, die die wirtschaftlichen Verflechtungen der Stadt und den lokalen Handel in den Mittelpunkt stellte. Im Laufe des Abends wurden zentrale regionale Herausforderungen und Chancen diskutiert.
Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einem Impulsvortrag von Dr. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags. Er forderte Politiker zu mehr Ehrlichkeit auf und mahnte Reformen in der Migrationspolitik an. Zudem betonte er die Notwendigkeit, Bürokratie abzubauen und die Digitalisierung zu beschleunigen. Landsberg verwies außerdem auf einen Investitionsstau in Höhe von 166 Milliarden Euro in ganz Deutschland – allein für Schulen seien 47,4 Milliarden Euro erforderlich.
Es folgte eine Podiumsdiskussion zu lokalen Themen wie der Mittelrheinbrücke und dem Fachkräftemangel in der Region. Die Moderation übernahm die Journalistin Jennifer de Luca.
Boppards Bürgermeister Jörg Haseneier hob in seinem Beitrag die Bedeutung der ortsansässigen Unternehmen und Handwerksbetriebe für den Wohlstand der Stadt hervor. Er verwies darauf, dass in Boppard 1.339 Betriebe gemeldet sind, von denen 263 Gewerbesteuer zahlen. Für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung sorgte die Band Ome-Combo Boppard.
Der Bürgermeister äußerte die Hoffnung, den Wirtschaftsdialog künftig als jährliche Tradition zu etablieren. Geplant sei, kommende Veranstaltungen an wechselnden Unternehmensstandorten in der Stadt auszurichten. Die Zusammenkunft unterstrich das Engagement Boppards, die lokale Wirtschaft nachhaltig zu stärken.






