08 April 2026, 02:05

Bühnenbauer bei 36 Stage XL kämpfen gegen prekäre Verträge und Ausbeutung

Plakat mit Bildern von Cantus Collin und Konrad Junghänel, das Text über das Konzert enthält.

Bühnenbauer bei 36 Stage XL kämpfen gegen prekäre Verträge und Ausbeutung

Beschäftigte des Berliner Bühnenbauunternehmens 36 Stage XL kämpfen gegen prekäre Arbeitsbedingungen

Mitarbeiter:innen des in Berlin ansässigen Bühnenbauunternehmens 36 Stage XL haben sich kollektiv organisiert, um gegen unsichere Beschäftigungsverhältnisse vorzugehen. German Garcia, ein ehemaliger Bühnenarbeiter, geriet nach einer Krankheit in finanzielle Not, da ihm für ausgefallene Schichten kein Lohn ersetzt wurde. Nun fordern die Beschäftigten – unterstützt von einer basisdemokratischen Gewerkschaft – fairere Verträge und bessere Arbeitsschutzstandards.

Garcia arbeitete zunächst bei 36 Stage XL auf Minijob-Basis mit einer festen Anzahl an wöchentlichen Schichten. Später wurde sein Vertrag in ein befristetes Arbeitsverhältnis ohne garantierte Stunden, Krankenversicherung oder soziale Absicherung umgewandelt.

Als Garcia aufgrund von Krankheit Schichten verpasste, erhielt er keine Entschädigung für die entgangenen Einsätze. Danach wurde er kaum noch eingeteilt – mit der Folge, dass er in wirtschaftliche Schwierigkeiten geriet.

Als Reaktion auf solche Zustände gründeten Beschäftigte eine betriebliche Initiative in Verbindung mit der anarchosyndikalistischen Gewerkschaft FAU (Freie Arbeiter:innen-Union). Die Gruppe fordert unbefristete Arbeitsverträge, die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben sowie verbesserte Sicherheitsmaßnahmen. Eine von der FAU in Auftrag gegebene rechtliche Prüfung deutet darauf hin, dass die aktuellen Verträge des Unternehmens gegen Arbeitsgesetze verstoßen könnten.

Die Kampagne Stage Workers United, Teil der FAU-Initiativen, bietet inzwischen Beratung zu Arbeitsrechten, Belästigung am Arbeitsplatz und Arbeitssicherheit an. Die Gewerkschaft setzt auf öffentliche Kampagnenarbeit und betriebliche Organisierung, um prekäre Beschäftigungspraktiken zu bekämpfen.

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Die FAU strebt Verhandlungen mit der Geschäftsführung von 36 Stage XL an, um fairere Verträge und bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Rechtliche Bedenken hinsichtlich der Beschäftigungsverträge des Unternehmens sind jedoch weiterhin ungeklärt. Bis auf Weiteres sind betroffene Arbeiter:innen auf gewerkschaftlich unterstützte Kampagnen als Rückhalt und Informationsquelle angewiesen.

Quelle