Bundesrat will Untervermietungen streng regulieren – mehr Schutz für Mieter geplant
Nina MüllerBundesrat will Untervermietungen streng regulieren – mehr Schutz für Mieter geplant
Deutschlands Mietmarkt steht unter wachsendem Druck – besonders in Städten, wo Wohnungsmangel viele Menschen in die Zwangslage bringt, Untervermietungen einzugehen. Eine neue Initiative des Bundesrates zielt nun darauf ab, die Regeln für solche Vereinbarungen zu verschärfen. Der Vorschlag soll schutzbedürftige Untermietende absichern und gleichzeitig verhindern, dass Vermieter gewinnorientierte Untervermietungen ignorieren.
Am 28. Januar 2026 entschied der Bundesgerichtshof, dass Hauptmieter Wohnraum nicht legal mit Gewinn weitervermieten dürfen. Dennoch kommen solche Geschäfte weiterhin vor – oft auf Kosten der Untermietenden, die hohen Mieten und prekären Wohnverhältnissen ausgesetzt sind.
Die aktuelle Bundesratsinitiative sieht zwei zentrale Neuerungen vor: Erstens müssen Hauptmieter künftig sämtliche Details der Untervermietung – darunter die Identität der Untermietenden und die finanziellen Konditionen – vollständig an den Vermieter offenlegen. Bisher fehlt Vermietern diese Transparenz häufig, was es ihnen erschwert, Untervermietungen zu kontrollieren oder zu regulieren.
Zweitens soll es Vermietern untersagt werden, Untervermietungen zu dulden, bei denen der Hauptmieter Profit erzielt. Damit will man Ausbeutung stoppen und gleichzeitig sicherstellen, dass Untermietende nicht obdachlos werden, falls der Hauptmieter gekündigt wird. Ohne solche Schutzmechanismen droht Untervermietenden derzeit, über Nacht ihre Wohnung zu verlieren – oft ohne rechtliche Handhabe.
Befürworter der Reform betonen, dass die Änderungen mehr Klarheit in ein undurchsichtiges System bringen würden. Fair gestaltete Untervermietungen könnten allen Beteiligten nutzen – vorausgesetzt, klare Regeln verhindern Missbrauch.
Die geplanten Gesetze würden Vermieter und Mieter verpflichten, Untervermietungsdetails von vornherein offenzulegen. Untermietende erhielten stärkere Schutzrechte gegen plötzliche Kündigungen. Sollten die Maßnahmen verabschiedet werden, könnten sie die Praxis der Untervermietung in Deutschlands angespanntem Mietmarkt grundlegend verändern.






