29 June 2026, 18:14

CDU-Politiker Krings attackiert Kommission zum Prostituiertenschutzgesetz

CDU-Vize Krings kritisiert Prostituiertenkommission

CDU-Politiker Krings attackiert Kommission zum Prostituiertenschutzgesetz

Günter Krings, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, hat eine von Bundesfamilienministerin Karin Prien eingesetzte Kommission scharf kritisiert. Die Kommission prüft mögliche Reformen des deutschen Prostituiertenschutzgesetzes. Krings, der zugleich frauenpolitischer Sprecher der CDU ist, wirft dem Gremium vor, ein verzerrtes Bild der Branche zu zeichnen.

Die CDU/CSU-Fraktion zeigt sich seit der Einrichtung der Kommission tief enttäuscht. Krings moniert, das Gremium sei bereits während der Regierungszeit der Union einseitig besetzt worden. Zudem stellt er die Glaubwürdigkeit des Vorsitzenden infrage: Dieser habe fragwürdige Forschungsergebnisse verbreitet und verteige sie nun erneut.

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Grundlage der Kommission ist eine Studie eines kriminologischen Instituts, der zufolge 25 Prozent der Sexarbeiter:innen über einen Hochschulabschluss verfügen und 80 Prozent krankenversichert seien. Krings hält dem entgegen, dass in Deutschland lediglich 50 Sexarbeiter:innen Sozialabgaben zahlten. Die Daten spiegelten seiner Ansicht nach nur eine kleine, privilegierte Minderheit wider – offiziell registriert seien nicht mehr als zehn Prozent der Beschäftigten.

Krings betont, die Erkenntnisse der Kommission entsprächen nicht der Realität der Prostitution in Deutschland. Zur Untermauerung verweist er auf die geringe Zahl gemeldeter Sexarbeiter:innen. Die Debatte über die Vorgehensweise und die Datengrundlage des Gremiums dauert an.

Quelle