Crack überholt Heroin: Städte wie Köln und Dortmund kämpfen mit neuer Drogenwelle
Clara BraunCrack überholt Heroin: Städte wie Köln und Dortmund kämpfen mit neuer Drogenwelle
Crack ist zur am weitesten verbreiteten illegalen Droge in Städten wie Köln und Dortmund geworden und hat Heroin überholt. Bürgermeister in der Region fordern nun neue Ansätze, um das wachsende Problem in den Griff zu bekommen.
In Köln beschreibt Bürgermeister Torsten Burmester den Neumarkt als Haupttreffpunkt für Drogenabhängige in der Stadt. Anwohner und Ladenbesitzer in der Gegend berichten, dass sie die Situation emotional belaste. Suchtkranke nutzen häufig öffentliche Plätze wie Hauseingänge oder Ladentüren zum Drogenkonsum, was zu öffentlichem Urinieren und anderen Störungen führe.
Stephan Keller, Oberbürgermeister von Düsseldorf, sieht in der Crack-Sucht einen Treiber für aggressives Betteln, Diebstahl und Prostitution. Er setzt sich für die Legalisierung des kleinteiligen Handels mit harten Drogen ein, um die Kriminalität zu verringern und den Druck auf öffentliche Räume zu mindern. Sein Vorschlag umfasst spezielle Zonen für den Mikrohandel, etwa medizinisch betreute Drogenhilfezentren.
Beide Bürgermeister haben bei den Ministern von Nordrhein-Westfalen eine rechtliche Prüfung beantragt. Sie wollen klären, ob der Mikrohandel in Drogenkonsumräumen nach geltendem Recht zulässig wäre.
Der Wandel von Heroin zu Crack stellt deutsche Städte vor neue Herausforderungen. Sollten die vorgeschlagenen Maßnahmen genehmigt werden, könnte sich die Handhabung harter Drogen im öffentlichen Raum grundlegend ändern. Die Bürgermeister hoffen, damit die Sicherheit und Lebensqualität für Anwohner und Unternehmen zu verbessern.






