Dermapharm stabilisiert Aktienkurs mit überraschend starkem Rückkaufprogramm
Clara BraunDermapharm stabilisiert Aktienkurs mit überraschend starkem Rückkaufprogramm
Dermapharm schließt großes Aktienrückkaufprogramm ab, um Kurs zu stabilisieren
Der Pharmakonzern Dermapharm hat ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm erfolgreich abgeschlossen, um den Kurs seiner Aktie zu stützen. Das Unternehmen bot den Aktionären 42 Euro pro Aktie – ein Aufschlag von 10 Prozent auf den damaligen Marktpreis. Die Resonanz der Anleger fiel deutlich stärker aus als erwartet: Es wurden mehr Aktien zum Rückkauf angeboten als ursprünglich geplant.
Der Rückkauf erfolgte vor dem Hintergrund einer seit drei Jahren seitwärts verlaufenden Aktie. 2020 hatte der Kurs mit bis zu 90 Euro seinen Höhepunkt erreicht, getrieben von Dermapharms Beteiligung an der Abfüllung des COVID-19-Impfstoffs von BioNTech. Seither stagnierte die Entwicklung jedoch.
Ursprünglich wollte Dermapharm bis zu 4,3 Millionen eigene Aktien zurückkaufen – fast 8 Prozent des Grundkapitals. Doch das Interesse überstieg die Erwartungen: Rund 4,8 Millionen Aktien wurden eingereicht. Daher wird das Unternehmen die Papiere nun anteilsmäßig an die Investoren verteilen.
Das von Wilhelm Beier gegründete Unternehmen ging 2018 an die Börse, wobei Beier knapp 80 Prozent der Anteile behielt. Mittlerweile umfasst die Gruppe Marken wie Strathmann (übernommen 2018), Allergopharma (2020), Arkopharma und C3 (2022) sowie zuletzt Mucos (2025). Zum Portfolio zählen zudem Anton Hübner, Euromed und eine Beteiligung an Wellster Healthtech. Die Reimport-Tochter Axicorp steckt jedoch in jüngsten Schwierigkeiten.
Der Rückkauf hat dem Dermapharm-Kurs kurzfristig Auftrieb gegeben. Mit einer Geschichte strategischer Übernahmen und einem prägenden Gründer baut das Unternehmen seine Position in der Pharmabranche weiter aus. Der Erfolg des Programms unterstreicht das anhaltende Vertrauen der Aktionäre in die langfristige Ausrichtung des Konzerns.






