Deutschlands Energiekosten explodieren: Bis zu 27 Milliarden Euro mehr durch Iran-Konflikt
Clara BraunDeutschlands Energiekosten explodieren: Bis zu 27 Milliarden Euro mehr durch Iran-Konflikt
Deutschland steht in diesem Jahr vor deutlich höheren Kosten für den Import fossiler Brennstoffe. Steigende Öl- und Gaspreise, die durch die Spannungen im Iran noch verschärft werden, könnten die Rechnung um zehnt Milliarden Euro in die Höhe treiben. Ökonomen der KfW warnen vor einer erheblichen finanziellen Belastung, falls die Nachfrage nicht sinkt.
Der Konflikt im Iran hat die Energiepreise auf neue Rekordstände getrieben. Laut der jüngsten Analyse der KfW könnten sich Deutschlands Importkosten für Rohöl, Erdgas und Steinkohle bis 2026 um 20 Milliarden Euro auf 92 Milliarden Euro erhöhen. Diese Schätzungen gehen davon aus, dass die Preise bis Jahresende auf hohem Niveau bleiben.
Sollte die Nachfrage unverändert bleiben, wäre ein weiterer Anstieg um 27 Milliarden Euro auf 99 Milliarden Euro möglich. Die Volkswirte der Bank rechnen zwar mit einem gewissen Rückgang des Verbrauchs aufgrund der Preissprünge. Ohne einen stärkeren Nachfragerückgang wird die finanzielle Last für Deutschland jedoch noch schwerer wiegen.
Die Prognosen verdeutlichen den Druck auf den deutschen Energiehaushalt. Falls der Verbrauch nicht sinkt, könnten die Importkosten fast 100 Milliarden Euro erreichen. Die Lage unterstreicht, wie anfällig das Land für globale Preisschocks und geopolitische Instabilität ist.






