DIHK-Präsidentin fordert radikale Wirtschaftsreformen – und setzt Merz unter Druck
Nina MüllerDIHK-Präsidentin fordert radikale Wirtschaftsreformen – und setzt Merz unter Druck
Marie-Christine Ostermann, Präsidentin des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), hat zu mutigen Wirtschaftsreformen aufgerufen, um den Niedergang des Landes zu stoppen. Sie forderte Friedrich Merz auf, eine härtere Gangart gegen die SPD einzuschlagen und Veränderungen durchzusetzen – selbst auf die Gefahr hin, im Bundestag eine Vertrauensabstimmung zu riskieren.
Ostermann warnte, dass sich die wirtschaftlichen Probleme Deutschlands ohne eine Trendwende weiter verschärfen würden. Sie kritisierte Pläne für Steuererhöhungen und argumentierte, dass eine Anhebung des Spitzensteuersatzes die Mittelschicht belasten würde. Eine Vermögenssteuer, so ihre Befürchtung, würde in der Krise wie eine Investitionsbremse wirken und das Wachstum zusätzlich schwächen.
Um die Renten zu stabilisieren, schlug sie vor, den Nachhaltigkeitsfaktor wieder einzuführen, um die steigenden Ausgaben zu begrenzen. Zudem regte sie an, das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln und vorzeitige Rentenabschläge zu verschärfen. Anreize für ein längeres Arbeitsleben, so ihre Überzeugung, würden die Zukunft des Systems sichern.
Ihre Forderungen verband sie mit einer direkten Herausforderung an Merz: Er solle notfalls eine Vertrauensfrage stellen, denn starke Führung sei nötig, um die Reformen durchzusetzen.
Ostermanns Vorschläge konzentrieren sich auf Steuerdisziplin, Rentenanpassungen und eine längere Lebensarbeitszeit. Diese Schritte hält sie für unverzichtbar, um den wirtschaftlichen Abwärtstrend Deutschlands umzukehren. Nun liegt es an Merz, entschlossen zu handeln.






