Eli Lilly kürzt Milliardeninvestition in Alzey – nur noch halb so viele Jobs
Nina MüllerEli Lilly kürzt Milliardeninvestition in Alzey – nur noch halb so viele Jobs
Der Pharmakonzern Eli Lilly hat seine geplanten Investitionen in Höhe von 2,3 Milliarden Euro für ein Werk zur Herstellung von Abspritzlösungen zur Gewichtsreduktion in Alzey, Rheinland-Pfalz, deutlich reduziert. Dieser Schritt folgt auf das von Deutschland geplante Spargesetz, das das Unternehmen zu einer Neubewertung seiner Verpflichtungen veranlasste. Bisher wurden bereits über eine Milliarde Euro in das Projekt investiert.
Ursprünglich hatte der Pharmariese vor, am hochmodernen Standort 1.000 Arbeitsplätze zu schaffen. Aufgrund der gekürzten Investitionen werden nun jedoch nur noch 500 Stellen entstehen. Trotz der Einschnitte soll das Werk voraussichtlich 2027 den Betrieb aufnehmen – wenn auch mit geringerer Kapazität.
Die freigewordenen Mittel könnten stattdessen in den US-Bundesstaat Pennsylvania fließen. Alternativ wäre auch eine Umwidmung der Investitionen für einen neuen Standort denkbar, der zunächst gebaut werden müsste. Eli Lilly warnte zudem, dass der Marktstart neuer Medikamente in Deutschland verschoben oder sogar gestrichen werden könnte, falls sich die Rahmenbedingungen als ungünstig erweisen.
Durch die Entscheidung halbiert sich die geplante Belegschaft des Werks. Die Produktion soll zwar noch in diesem Jahrzehnt anlaufen, jedoch mit einem geringeren Ausstoß als ursprünglich vorgesehen. Künftige Investitionen des Unternehmens in Deutschland hängen nun von der wirtschaftlichen und regulatorischen Entwicklung ab.






