Ex-Fußballprofi Uli Borowka packt über seine Alkoholsucht vor 350 Schülern aus
Claudia FischerEx-Fußballprofi Uli Borowka packt über seine Alkoholsucht vor 350 Schülern aus
Rund 350 Schülerinnen und Schüler zweier Salzgitteraner Schulen kamen zusammen, um einen Vortrag des ehemaligen Bundesliga-Spielers Uli Borowka zu hören. Die vom AWO-Regionalverband Braunschweig organisierte Veranstaltung stand unter dem Thema Sucht und Bewältigung. Borowka berichtete offen von seinem persönlichen Kampf gegen den Alkohol und den Lehren, die er daraus gezogen hat.
Borowka sprach ohne Scheu über seine Alkoholsucht und den langen Weg in ein Leben ohne Suchtmittel. Er las Auszüge aus seinem Buch „Vollgas: Mein Doppelleben als Fußballprofi“ vor und schilderte, wie die Abhängigkeit seine Karriere und seine Beziehungen zerstörte. Die Jugendlichen hörten aufmerksam zu, als er die verheerenden Folgen von Suchtverhalten beschrieb – nicht nur für ihn selbst, sondern auch für sein Umfeld.
Im Anschluss beantwortete Borowka Fragen zu seinen Trinkgewohnheiten, seinem Weg in die Nüchternheit und seiner Rolle als Vater. Er betonte, wie wichtig es sei, das eigene Konsumverhalten zu hinterfragen und gesündere Wege im Umgang mit Stress zu finden. Viele Schülerinnen und Schüler standen später Schlange für Selfies und Autogramme; sowohl die Jugendlichen als auch die Lehrkräfte bezeichneten die Veranstaltung als zutiefst berührend.
Die Initiative wurde durch finanzielle Unterstützung der BKK Salzgitter und der BKK Public ermöglicht. Zudem engagierten sich mehrere lokale Partner, darunter die beiden Schulen, der Migrationsbürgerdienst Salzgitter, die AWO-Salto Suchthilfe, der Salzgitteraner Präventionsrat und SuPer-Salzgitter e. V.
Der Vortrag hinterließ bei den Jugendlichen einen starken Eindruck, die sich direkt mit Borowkas Erfahrungen auseinandersetzten. Seine Botschaft von Selbstreflexion und gesunden Bewältigungsstrategien fand bei dem jungen Publikum großen Anklang. Die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Krankenkassen und Beratungsstellen sorgte dafür, dass der Vortrag eine breite Gruppe von Teenagern erreichte.






