23 March 2026, 18:06

FDP scheitert in Rheinland-Pfalz mit nur 2,1 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde

Alter Umschlag mit roter Umrandung, der ein Stempel und den Text 'Banquet Electoral des Democrats Socialists' trägt.

FDP scheitert in Rheinland-Pfalz mit nur 2,1 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde

Die Freie Demokratische Partei (FDP) hat in Rheinland-Pfalz eine weitere herbe Niederlage erlitten und verfehlt den Einzug in den Landtag. Mit nur 2,1 Prozent der Stimmen blieb die Partei deutlich unter der Fünf-Prozent-Hürde. Spitzenkandidatin Daniela Schmitt räumte ein, dass der Liberalismus damit in der Landesversammlung nicht vertreten sein werde.

Die Niederlage folgt auf ein ähnliches Debakel in Baden-Württemberg vor zwei Wochen, wo die FDP ebenfalls an der Parlamentarhürde scheiterte. Angesichts schwindender Unterstützung auf Landes- und Bundesebene wächst der Druck auf die Partei, ihre Strategie grundlegend zu überdenken.

Der FDP-Wahlkampf in Rheinland-Pfalz war von Anfang an belastet. Umfragen hatten der Partei kaum Chancen eingeräumt und verwiesen auf ihre schwache Bundespolitik als Hauptproblem. Schmitt, die seit 2021 das Wirtschaftsministerium führte, inszenierte sich auf Plakaten als "Zärtliche Rebellin", konnte den Abwärtstrend der Partei jedoch nicht stoppen. Bereits 2021 war die FDP auf 5,5 Prozent abgerutscht – nun halbierte sich ihr Ergebnis fast.

Schmitt trat als Teil der scheidenden Ampelkoalition an und betonte Erfolge wie die Modernisierung des Bestattungsrechts und die Ansiedlung des Pharmakonzerns Eli Lilly in Alzey. Doch die Unterstützung aus Berlin blieb verhalten. 2025 wurde sie nicht wieder in den FDP-Bundesvorstand gewählt, was auf interne Spannungen hindeutete. Selbst ihr trotziges Instagram-Posting – "Wir sind lebendig!", als Parteichef Friedrich Merz die FDP für politisch tot erklärt hatte – konnte die Wende nicht einleiten.

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Das Ergebnis lässt die FDP nur noch in sechs der 16 Landesparlamente vertreten. Ihre letzte Regierungsbeteiligung hält sie in Sachsen-Anhalt, wo im Herbst die nächste Niederlage droht. Bundesweit steht Parteichef Christian Dürr nun vor Forderungen nach Reformen, während der Einfluss der Liberalen weiter schwindet.

Der Auszug der FDP aus dem rheinland-pfälzischen Landtag ist bereits die zweite gescheiterte Landtagswahl in Folge. Mit nur 2,1 Prozent wird die Partei in der nächsten Landesregierung keine Rolle spielen. Die Bundesführung muss nun gegensteuern, um weitere Verluste bei kommenden Wahlen zu verhindern.

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