12 June 2026, 22:06

Gastronomie in Mainz kämpft um faire Löhne vor der Fußball-WM 2026

"Foul play" in Mainzer Gastronomie? Gewerkschaft stellt klar

Gastronomie in Mainz kämpft um faire Löhne vor der Fußball-WM 2026

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) setzt sich für bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen für rund 6.850 Beschäftigte in der Gastronomie in Mainz ein. Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Stadt auf die FIFA-Weltmeisterschaft vorbereitet, bei der Spiele in Kanada, Mexiko und den USA stattfinden.

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Aktuell befindet sich die NGG in einem Tarifkonflikt mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA). Die Gewerkschaft fordert eine Lohnerhöhung von 14,5 Prozent, was für eine vollzeitbeschäftigte Fachkraft in der Küche mindestens 400 Euro mehr pro Monat bedeuten würde. Die Gegenangebote des DEHOGA wurden von der NGG als unzureichend zurückgewiesen – sie bezeichnete sie als „Schlag ins Gesicht“ der Beschäftigten.

Zudem warnt die Gewerkschaft Arbeitgeber davor, Mitarbeiter während des Turniers mit Überstunden zu überlasten. Stattdessen fordert sie, in Stoßzeiten mehr Personal einzustellen, um eine „Überstunden-WM“ zu verhindern. Die NGG betont, dass Fußball nicht Vorrang vor dem Privatleben der Angestellten haben dürfe.

Da viele Spiele spät beginnen, könnte die Zahl öffentlicher Public-Viewing-Veranstaltungen in Mainz sinken. Dies könnte zu einer hohen Nachfrage nach den begrenzten verfügbaren Plätzen führen.

Die NGG bleibt weiterhin eine treibende Kraft für faire Arbeitsbedingungen im Mainzer Gastgewerbe. Zu ihren Forderungen zählen höhere Löhne und angemessene Arbeitszeiten während der Weltmeisterschaft. Arbeitgeber werden aufgefordert, den Personalbedarf zu decken, um übermäßige Überstunden zu vermeiden.

Quelle