Gastronomie in Not: Reformpläne gefährden Tausende Arbeitsplätze und Existenzgrundlagen
Mila KleinGastronomie in Not: Reformpläne gefährden Tausende Arbeitsplätze und Existenzgrundlagen
Deutsche Gastronomie in der Krise: Reformpläne bedrohen Jobs und belasten Betriebe
Die deutsche Gastronomiebranche steht vor neuen Herausforderungen: Geplante Reformen drohen, Arbeitsplätze zu gefährden und die Kosten weiter in die Höhe zu treiben. Jana Schimke, Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), hat sich nun scharf gegen die Vorhaben von Gesundheitsministerin Nina Warken (parteilos) ausgesprochen. Die geplanten Änderungen könnten viele Betriebe an den Rand des Ruins treiben, warnt sie.
Besonders kritisch sieht Schimke die finanzielle Belastung für Arbeitgeber. Laut den Reformplänen sollen die Sozialabgaben für Minijobs im Gesundheits- und Pflegebereich von 13 auf 21 Prozent steigen. Zudem lehnt sie Pläne ab, wonach Unternehmen künftig nicht nur höhere Krankenversicherungsbeiträge, sondern auch einen zusätzlichen Zuschlag für Minijobber tragen müssten.
Die Verbandschefin fordert dringend Entlastungen bei Lohnnebenkosten, Steuern und Abgaben. Auch ein Abbau der Bürokratie sei entscheidend, um die Branche zu entlasten. „Mutige Reformen“ seien nötig, um die Zukunft der Gastronomie zu sichern, betont Schimke.
Zu den Diskussionen um die Arbeitszeiten nimmt sie ebenfalls Stellung: Befürchtungen von Gewerkschaften, das neue Arbeitszeitgesetz könnte unbeabsichtigt 13-Stunden-Tage ermöglichen, wies sie als unbegründet zurück. Gleichzeitig unterstrich sie, dass eine faire Behandlung der Mitarbeiter essenziell sei – „wer seine Beschäftigten schlecht behandelt, verliert sie schnell“.
Die Warnungen des Dehoga kommen zu einem kritischen Zeitpunkt: Der Verband drängt die Politik, die Reformpläne zu überdenken. Ohne Kurskorrekturen, so die Befürchtung, könnten in der Gastronomie zahlreiche Jobs verloren gehen. Nun bleibt abzuwarten, wie die Verantwortlichen auf die Hilfsappelle der Branche reagieren werden.






