Gemeinsame Razzia von Polizei und Zoll deckt schwere Verstöße auf NRW-Rastplätzen auf
Nina MüllerGemeinsame Razzia von Polizei und Zoll deckt schwere Verstöße auf NRW-Rastplätzen auf
Polizei und Zollbeamte haben in dieser Woche an zwei wichtigen Rastanlagen in Nordrhein-Westfalen gemeinsame Kontrollen durchgeführt. Bei den Einsätzen an den Rastplätzen Fuchsgrund und Gütersloh Nord deckten die Behörden zahlreiche Verstöße auf, darunter illegale Beschäftigung, unsachgemäß gesicherte Ladung und gefälschte Dokumente. Mehreren Fahrern wurde daraufhin die Weiterfahrt untersagt.
Am Rastplatz Gütersloh Nord stellten die Beamten acht Fälle illegaler Beschäftigung fest. Ein Fahrer hinterlegte eine Sicherheitsleistung von 2.000 Euro wegen Ordnungswidrigkeiten, während gegen vier an der Ladung beteiligte Personen weitere Ermittlungen eingeleitet wurden. Zudem wurden zahlreiche Lkw mit unzureichend gesicherter Fracht entdeckt.
Am Rastplatz Fuchsgrund hingegen wurde einem litauischen Lkw-Fahrer die Weiterfahrt untersagt, nachdem Inspektoren starke Rostschäden an der Achse des Anhängers festgestellt hatten. Die meisten Verstöße betrafen jedoch die Missachtung sozialrechtlicher Vorschriften, etwa die Nichteinhaltung der vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten.
Insgesamt fünf Fahrern wurde vorläufig die Weiterfahrt verweigert – teils wegen technischer Mängel, teils wegen unsicherer Ladung. Darunter war auch ein 43-jähriger polnischer Fahrer, der gefährliche Güter in ungesicherten Behältern transportierte. Bei demselben Mann wurde zudem ein gefälschter ukrainischer Führerschein entdeckt; er musste eine Sicherheitsleistung von 600 Euro für das Strafverfahren hinterlegen. Ein weiterer polnischer Lkw-Fahrer wurde in Gütersloh Nord gestoppt, nachdem die Prüfer schwere technische Mängel festgestellt hatten.
Die Kontrollen führten zu sofortigen Sanktionen, darunter Sicherheitsleistungen und Fahrverbote. Gegen mehrere Personen wurden ordnungs- und strafrechtliche Verfahren eingeleitet. Die Ermittlungen zu illegaler Beschäftigung und Dokumentenfälschung dauern an.






