27 April 2026, 12:10

Gewerkschaft warnt: Wirtschaftspolitik treibt soziale Ungleichheit auf die Spitze

Plakat mit fetter schwarzer Schrift "Trickle-Down Economics Doesn't Work" auf weißem Hintergrund, umrandet von einem schmalen schwarzen Rand, begleitet von einem Zitat des Präsidenten Biden.

Gewerkschaft warnt: Wirtschaftspolitik treibt soziale Ungleichheit auf die Spitze

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in der Region Leipzig-Halle-Dessau warnt, dass die Wirtschaftspolitik Deutschlands die soziale Ungleichheit verschärft. Laut der Gewerkschaft bereichert sich eine kleine Elite immer weiter, während Berufstätige trotz Vollzeitstelle mit steigenden Kosten für Miete, Sprit und Lebensmittel kämpfen.

Die NGG Leipzig-Halle-Dessau fordert dringende Reformen in den Bereichen Steuern, Renten und Gesundheitswesen. Christian Ullmann, der Geschäftsführer des Verbandes, kritisiert, dass das aktuelle System immer mehr Menschen in die Arme der extremen Rechten treibe und die Demokratie untergrabe. Als Beispiel führt er Halle (Saale) an, wo lediglich 42 Einkommensmillionäre neben etwa 102.300 Beschäftigten in Handel, Industrie und Dienstleistung leben.

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Die Gewerkschaft weist darauf hin, dass durchschnittliche Paare rund 43 Prozent ihres Einkommens für Steuern und Sozialabgaben aufbringen müssen. Kapitalerträge hingegen werden oft pauschal mit nur 25 Prozent besteuert. Diese Schieflage ermögliche es einer wohlhabenden Elite, von Börsengeschäften und Dividenden zu profitieren, ohne dass die Gesellschaft davon spürbar etwas habe.

Um gegenzusteuern, verlangt die NGG die Abschaffung des Ehegattensplittings sowie eine höhere Spitzensteuer für Topverdiener. Ziel ist eine gerechtere Vermögensverteilung und die Entlastung von Arbeitnehmerfamilien.

Die Warnungen der Gewerkschaft kommen zu einer Zeit, in der viele Vollzeitbeschäftigte Mühe haben, ihre grundlegenden Lebenshaltungskosten zu decken. Ohne politische Kurskorrekturen droht die Kluft zwischen Arm und Reich weiter zu wachsen. Die NGG betont, dass Reformen unverzichtbar sind, um eine weitere Spaltung der Gesellschaft zu verhindern.

Quelle