Günther Jauch kauft Loriots legendäres Haus am Starnberger See
Günther Jauch hat das ehemalige Wohnhaus von Vicco von Bülow am Starnberger See erworben. Das Anwesen, das einst dem legendären Komiker Loriot gehörte, besitzt für Fans seines Schaffens großen kulturellen Wert. Jauch, ein langjähriger Verehrer von Loriots Humor, hat sich bereits mehrfach für den Erhalt historischer und künstlerischer Stätten eingesetzt.
Vicco von Bülow, weltweit bekannt unter seinem Künstlernamen Loriot, schuf einige der beliebtesten komischen Werke Deutschlands. Seine Fernsehserie Loriot (1973–1998) entstand größtenteils in Studios in München und Berlin. Seine beiden Kinofilme Ödipussi (1988) und Pappa ante Portas (1991), in denen Evelyn Hamann mitspielte, wurden an verschiedenen Orten in Bayern und Berlin gedreht. So diente etwa das Axel-Springer-Hochhaus in Berlin als Kulisse für die Entlassungsszene von Heinrich Lohse, während die Geburtstagsfeier von Renate Lohses Mutter am Ahlbecker Pier auf Usedom stattfand.
Obwohl Loriots Haus am Starnberger See oft mit seinem Werk in Verbindung gebracht wird, entstanden viele seiner Sketche und Filme an anderen Orten. Der berühmte chaotische Wohnraum aus Wohnzimmer-Verwüstung (1976) und das Esszimmer der Familie Lohse in Pappa ante Portas sind bis heute ikonisch, doch über weitere Drehorte außerhalb seines Hauses ist wenig bekannt. Noch vor seinem Erfolg im Fernsehen und Film veröffentlichte Loriot in den 1950er-Jahren humorvolle Bücher wie Der unentbehrliche Ratgeber für den Umgang in feiner Gesellschaft und Glücklich gefangen: Zwei Experten verraten 20 erprobte Liebestrick.
Jauchs Kauf folgt auf sein Engagement für die Restaurierung kultureller Stätten, darunter das Marmorpalais am Heiligen See in Potsdam. Die Entscheidung, Loriots Haus zu erwerben, spiegelt sowohl persönliche Bewunderung als auch das Bestreben wider, Teile des deutschen künstlerischen Erbes zu bewahren.
Das Anwesen am Starnberger See gehört nun Günther Jauch, der sich stets für die Erhaltung bedeutender Kulturorte einsetzt. Zwar entstanden Loriots Filme und Sketche an verschiedenen Orten, doch das Haus bleibt ein Symbol für sein Vermächtnis. Der Verkauf sichert die Zukunft des Anwesens und würdigt zugleich den anhaltenden Einfluss des Komikers auf den deutschen Humor.