03 April 2026, 16:08

Hagenbad führt schärfere Badeaufsicht nach tödlichen Unfällen ein

Schwimmbad mit einem Stuhl in der Mitte, umgeben von Sicherheitskegeln und einem Geländer und einem Schild an der Wand, das verfügbare Schwimmausrüstung anzeigt.

Hagenbad führt schärfere Badeaufsicht nach tödlichen Unfällen ein

Hagenbad GmbH verschärft Badeaufsicht ab dem 1. April

Die neuen Regelungen folgen zwei Ertrinkungsunfällen im Westfalenbad innerhalb der letzten zwei Jahre. Künftig gelten strengere Aufsichtspflichten für junge Schwimmer:innen.

Laut den aktualisierten Bestimmungen müssen Kinder unter zehn Jahren von einer mindestens 16-jährigen Begleitperson begleitet werden, um das Westfalenbad oder die Hagener Freibäder betreten zu dürfen. Jede erwachsene Aufsichtsperson darf dabei höchstens zwei Kinder unter zehn Jahren gleichzeitig beaufsichtigen. Stichprobenartige Kontrollen sollen die Einhaltung dieser Zugangsvoraussetzungen sicherstellen.

Zudem dürfen Kinder unter 14 Jahren die Becken künftig nur noch allein nutzen, wenn sie das Bronze-Schwimmabzeichen (ehemals "Freischwimmer") vorweisen können. Die Maßnahmen sind eine Reaktion auf zwei tragische Vorfälle: Innerhalb der letzten zwei Jahre ertranken im Hallenbad ein fünfjähriges Mädchen und ein siebenjähriger Junge.

Um Familien zu unterstützen, bietet das Westfalenbad ab sofort 12 Wassergewöhnungskurse für Kleinkinder sowie 35 Schwimmkurse für verschiedene Leistungsstufen an. Zudem plant die Hagenbad GmbH Sicherheitstagungen, bei denen Besucher:innen über Gefahrenquellen im Schwimmbad und richtiges Verhalten in Notfällen aufgeklärt werden sollen.

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Ziel der überarbeiteten Richtlinien ist es, die Risiken für junge Schwimmer:innen zu minimieren. Eltern und Aufsichtspersonen müssen sich ab kommendem Monat an die neuen Vorgaben halten. Ob auch andere öffentliche Freibäder in Hagen ähnliche Regelungen einführen werden, ließ das Unternehmen offen.

Quelle