Halles "Volksparlament" zeigt, wie direkte Demokratie Bildung verändern kann
Claudia FischerHalles "Volksparlament" zeigt, wie direkte Demokratie Bildung verändern kann
Bürgerbewegung "Neue Generation" veranstaltet erstes "Volksparlament" in Halle
In Halle hat die neue Basisbewegung Neue Generation ihr erstes lokales "Volksparlament" abgehalten. Bei der Veranstaltung kamen Einwohnerinnen und Einwohner im Alter von einem bis 66 Jahren zusammen, um über die Zukunft der Bildung in der Stadt zu diskutieren. Die Organisatorinnen und Organisatoren beschrieben den Rahmen als Ort direkter Demokratie – frei von Lobbyeinfluss.
Im Mittelpunkt des Treffens in Halle stand das Bildungsthema. Die Teilnehmenden forderten mehr Investitionen statt Kürzungen im Haushalt. In zwei Arbeitsgruppen wurden konkrete Forderungen ausgearbeitet, darunter eine bessere Abstimmung zwischen bestehenden kommunalen Gremien und lokalen Akteurinnen und Akteuren. Ein erster Erfolg zeigte sich, als die Initiative ein Gespräch mit Katharina Brederlow, der Bildungsdezernentin der Stadt Halle, vereinbaren konnte.
Johanna Tomat, die Hauptorganisatorin, lobte die besondere Atmosphäre der Veranstaltung und betonte die einzigartige Energie und das Gefühl von Gleichberechtigung. Mitveranstalter Carroll hob hervor, wie die Diskussionen Solidarität zwischen Menschen unterschiedlicher Hintergründe schuf. Die Bewegung positioniert ihre Volksparlamente als Alternative zu traditionellen Institutionen wie dem Deutschen Bundestag.
Aufbauend auf diesem lokalen Erfolg kündigte Neue Generation nun ein bundesweites "Offenes Volksparlament" im Internet an. Die Online-Veranstaltung findet vom 17. bis 19. April 2026 statt und soll das Modell partizipativer Demokratie in ganz Deutschland verbreiten.
Das Halle-Treffen markierte den ersten Schritt der Bewegung für mehr direkte demokratische Mitbestimmung in der Bildungspolitik. In der nächsten Phase wird sich zeigen, ob das Konzept durch das geplante digitale Parlament größere Resonanz findet. Die Organisatorinnen und Organisatoren hoffen, dass die Initiative eine breitere öffentliche Beteiligung an Entscheidungsprozessen anregt.






