13 March 2026, 00:05

Harte Wortgefechte vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am 22. März

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Kandidaten liefern sich scharfe Debatte in SWR's 'Wahlarena' - Harte Wortgefechte vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am 22. März

Spannung vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: Scharfe Debatte vor der Abstimmung am 22. März

Der Wahlkampf für die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz hat sich vor der Abstimmung am 22. März zugespitzt. Bei einer Fernsehdebatte lieferten sich die Spitzenkandidaten harte Wortgefechte zu den Themen Gesundheitspolitik, Migration und Arbeitsplätze in der Industrie. Die CDU, die seit 35 Jahren in der Opposition steht, strebt an, stärkste Kraft im neuen Landtag zu werden.

Gleich zu Beginn eskalierten die Spannungen, als der CDU-Kandidat Gordon Schnieder dem AfD-Politiker Jan Bollinger vorwarf, mit dem Begriff "Remigration" "Massenabschiebungen" zu planen. Bollinger konterte scharf und bezeichnete Schnieder als "jämmerlichen Versager". Auch SPD-Spitzenkandidat Alexander Schweitzer mischte sich ein und brandmarkte Bollingers Haltung als "Heuchelei".

Ein zentraler Streitpunkt war die medizinische Versorgung auf dem Land. Schnieder schlug "Praxisklinik"-Modelle vor, um rund um die Uhr eine Grundversorgung in unterversorgten Regionen zu sichern. Schweitzer kündigte hingegen "Rekordinvestitionen" in Krankenhäuser und hybride "Regiokliniken" an, um die Versorgung zu verbessern. Joachim Streit von den Freien Wählern ging noch weiter und versprach: "Unter unserer Regierung wird kein einziges ländliches Krankenhaus geschlossen."

Neben der Gesundheitspolitik thematisierten die Kandidaten den Rückgang des industriellen Sektors im Land. Streit betonte zudem, die "Menschenwürde sei unantastbar", lehnte Hass in der Politik ab und rief zu einem respektvollen Wahlkampf auf.

In den vergangenen fünf Jahren gab es in Rheinland-Pfalz keine größeren politischen Weichenstellungen in der ländlichen Gesundheitsversorgung – weder Krankenhausschließungen noch neue Klinikkonzepte wurden umgesetzt.

Am 22. März entscheiden die Wähler über die Zukunft des Landes, während die CDU darauf hofft, ihre jahrzehntelange Oppositionsrolle zu beenden. Die Debatte offenbarten tiefe Gräben in der Gesundheits-, Migrations- und Wirtschaftspolitik. Die Parteien haben ihre Pläne vorgestellt – nun liegt es an den Bürgern, sich bis zum Wahltag eine Meinung zu bilden.

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