05 May 2026, 14:11

Hunderte protestieren in Halle gegen rechtsextreme Verbindungen der Gladiator Fight Academy

Eine Gruppe von Menschen marschiert auf einer Stadtstraße, einige halten Schilder und andere fahren Fahrräder, im Hintergrund ein historisches Gebäude mit Rundbogenfenstern, Säulen und Skulpturen.

Hunderte protestieren in Halle gegen rechtsextreme Verbindungen der Gladiator Fight Academy

Hunderte Demonstranten gingen am Wochenende in Halle auf die Straße, um gegen ein Kampfstudio mit Verbindungen zur rechtsextremen Szene zu protestieren. Im Mittelpunkt der Kundgebung stand die „Gladiator Fight Academy“, der Kritiker vorwerfen, extremistische Netzwerke zu fördern. Die Teilnehmer skandierten Parolen gegen rechtsextreme Einflüsse in ihren Stadtteilen.

Der Protest begann vor Halles Hauptbahnhof und zog anschließend durch die Innenstadt. Die Demonstranten riefen „Nazis raus aus unseren Kiezen!“, während sie gezielt die Gladiator Fight Academy ansteuerten. Die Veranstalter sprachen von etwa 300 Teilnehmern, die Polizei hingegen schätzte die Zahl auf rund 170 Personen.

Das Studio steht bereits länger in der Kritik, da ihm Verbindungen zur rechtsextremen Szene nachgesagt werden. Zu den zentralen Figuren zählt Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer einer verbotenen Extremistengruppe. Auch Hans Krüger, ein Jugendtrainer des Studios, gilt als Teil der rechtsextremen Hooligan-Szene und tritt bei entsprechenden Veranstaltungen an.

Erst kürzlich hatten die Betreiber des Studios in Teutschenthal eine rechtsextrem nahestehende Veranstaltung ausgerichtet, an der auch AfD-Kandidaten teilnahmen. Die Zusammenkunft fand in einem kommunalen Kulturzentrum statt; die Stadtverwaltung begründete die Genehmigung mit privaten Mietverträgen. Auf Nachfrage zu den politischen Verstrickungen des Personals verwies das Studio lediglich auf seine Hausordnung und betonte, nur Mitglieder zu akzeptieren, die sich an Regeln hielten und Respekt zeigten.

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Der Protest unterstreicht die wachsenden Bedenken gegenüber der Rolle des Studios als Knotenpunkt rechtsextremer Vernetzung. Bisher haben die Stadtverantwortlichen über den Verweis auf Mietverträge hinaus keine weiteren Schritte eingeleitet. Die Gladiator Fight Academy bleibt trotz anhaltender Kritik weiterhin in Betrieb.

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