16 March 2026, 02:05

Jugendkonferenz in Neuwied: Junge Stimmen fordern mehr Mitsprache und psychische Unterstützung

Ein Blatt Papier mit einer Zeichnung einer vielfältigen Gruppe von Menschen, einige sitzen und einige stehen, mit dem Text "Die demokratische Plattform" darüber.

Jugendkonferenz in Neuwied: Junge Stimmen fordern mehr Mitsprache und psychische Unterstützung

Rund 30 junge Menschen aus Neuwied und dem umliegenden Landkreis trafen sich im Jugendzentrum Big House zu einer Jugendkonferenz. Die Veranstaltung, Teil einer Reihe unter dem Motto Jugend, Politik und Pizza, sollte jungen Menschen eine Plattform geben, um sich in lokale und politische Entscheidungen einzubringen. Organisiert vom Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration Rheinland-Pfalz, drehten sich die Diskussionen darum, wie Jugendliche stärker in die Gestaltung ihrer Gemeinden einbezogen werden können.

Die Konferenz knüpfte an die Erkenntnisse des Vierten Kinder- und Jugendberichts der Region an. Viele junge Menschen hatten zuvor berichtet, sich in politischen und kommunalen Angelegenheiten übergangen zu fühlen. Diesmal brachten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor allem die Verbesserung der psychischen Gesundheitsversorgung sowie die Notwendigkeit von mehr Unterstützung in schwierigen Lebenssituationen zur Sprache.

Jugendministerin Katharina Binz hatte junge Menschen eingeladen, ihre Ansichten in zwölf geplanten Konferenzen zu äußern. Frühere Veranstaltungen fanden bereits in Mainz, Ludwigshafen, Koblenz und Trier statt, weitere Termine sind in Kaiserslautern, Speyer und Pirmasens vorgesehen. In Neuwied diskutierten die Anwesenden zudem über Möglichkeiten, die Beteiligung von Jugendlichen in Freizeitaktivitäten, Politik und Demokratie zu fördern.

Neuwieds Oberbürgermeister Peter Jung nahm an der Sitzung teil und lobte die jungen Teilnehmenden. Er betonte ihre durchdachten und engagierten Beiträge und unterstrich, wie wichtig es sei, ihre Perspektiven ernst zu nehmen.

Mit der Initiative des Ministeriums soll das Engagement von Jugendlichen gestärkt werden, indem ihre Anliegen direkt aufgegriffen werden. Weitere Konferenzen in ganz Rheinland-Pfalz sollen sicherstellen, dass noch mehr junge Menschen Gehör finden. Die Diskussionen könnten künftige Politiken in den Bereichen psychische Gesundheit, Teilhabe und lokale Entscheidungsprozesse beeinflussen.

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