20 June 2026, 14:04

Kinder- und Jugendarbeit in Gefahr: Verband droht wegen Geldmangels die Schließung

Finanzielle Engpässe und Gegenwinde

Kinder- und Jugendarbeit in Gefahr: Verband droht wegen Geldmangels die Schließung

Der Verband für Kinder- und Jugendarbeit (VKJH) steht vor der Schließung – Grund ist eine chronische Unterfinanzierung. Die Zentrale des Verbands kämpft seit Jahren mit unzureichenden Mitteln, sodass wichtige Stellen unbesetzt bleiben. Nun ist auch die 2017 gegründete OHA!-Anwaltschaft für Kinder- und Jugendrechte in ihrer Existenz bedroht.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die finanziellen Probleme des VKJH haben sich zugespitzt: Selbst die grundlegenden Verwaltungskosten können nicht mehr sicher gestellt werden. Um den Betrieb aufrechtzuerhalten, benötigt der Verband jährlich zusätzliche 120.000 Euro – für eine Geschäftsführung und eine administrative Stelle. Findet sich bis Ende Juni keine Lösung, müssen die 17 Einrichtungen und 27 Projekte des Verbands an die lokalen Bezirke übergeben werden.

Hinzu kommt Druck vonseiten der Bildungsbehörde der Stadt: Geplant ist die Zusammenlegung der Jugendombudsstelle mit einer neuen Ombudsstelle für Kitaträger. Dies würde eine Neuausschreibung des Vertrags erfordern – und das OHA-Büro gefährden. Seit ihrem Start 2021 bearbeitet die Stelle jährlich rund 300 Beratungsanfragen.

Das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe (BNO) hat sich eingeschaltet und scharfe Kritik an den Plänen zur Fusion und Neuausschreibung geübt. Selbst wenn sich der VKJH erneut um die Ombudsstelle bewerben würde, würde das Verfahren Unsicherheit schaffen und die ohnehin knappen Ressourcen weiter belasten.

Die Zukunft des VKJH bleibt ungewiss, solange die Finanzierungslücken bestehen. Ein Verlust der OHA-Anwaltschaft würde die Angebote gefährden, von denen jährlich Hunderte junger Menschen profitieren. Bis Ende Juni soll eine Entscheidung fallen – der Verband bereitet bereits Notfallpläne für seine Projekte und Mitarbeiter vor.

Quelle