13 March 2026, 16:07

Klingbeil attackiert Ölkonzerne wegen Spritpreis-Explosion in der Iran-Krise

Ein Diagramm auf einem weißen Hintergrund mit der Bezeichnung "Kraftstoffpreise in den Vereinigten Staaten" mit zwei Linien, einer blauen und einer grünen, die die Trends der Kraftstoffpreise im Laufe der Zeit zeigen, wobei die blaue Linie sinkt und die grüne Linie steigt.

Klingbeil will 'Rückgewinn' von Ölpreisen an Bürger zurückgeben - Klingbeil attackiert Ölkonzerne wegen Spritpreis-Explosion in der Iran-Krise

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil wirft Ölkonzernen vor, die Iran-Krise auszunutzen, um die Spritpreise in die Höhe zu treiben. Während eines Wahlkampftermins in Rheinland-Pfalz forderte er schärfere Kartellgesetze und vollständige Preistransparenz zum Schutz der Verbraucher.

Am 22. März wählt das Bundesland ein neues Parlament. Umfragen deuten auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und dem amtierenden Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer von der SPD hin.

Klingbeil, der auch SPD-Vorsitzender ist, kritisierte während eines Besuchs in Brüssel, dass Mineralölunternehmen die Krise für überhöhte Preise ausnutzten. Er verlangte, dass die in der Krise erzielten Gewinne auf europäischer Ebene an die Bürger zurückfließen müssten. Bisher hat die EU jedoch keine Maßnahmen ergriffen, um die Erträge der Ölkonzerne zu begrenzen.

Gleichzeitig betonte er die Notwendigkeit, die Verhandlungen wiederaufzunehmen, und warnte vor einer weiteren Zuspitzung des Konflikts. Das Finanzministerium habe sich auf eine mögliche Verschärfung der Lage vorbereitet, deren Dauer jedoch ungewiss bleibe.

In der Außenpolitik grenzte sich Klingbeil von der Haltung der USA gegenüber dem Iran ab. "Das ist nicht unser Krieg, und wir werden uns nicht daran beteiligen", erklärte er. Die Äußerungen fielen während eines gemeinsamen Wahlkampfauftritts mit Schweitzer in Rheinland-Pfalz, wo die SPD um den Machterhalt in der anstehenden Wahl kämpft.

Klingbeil kündigte an, gegen überzogene Preiserhöhungen der Ölmultis vorzugehen. Seine Forderungen nach mehr Transparenz und einer Reform des Kartellrechts zielen darauf ab, Verbraucher vor weiterer Ausbeutung zu schützen. Sowohl der Ausgang der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz als auch die Reaktion der EU auf die Krise bleiben jedoch ungewiss.

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