Koblenz startet Kampagne für mehr Sicherheit beim Überholen von Radfahrern
Claudia FischerKoblenz startet Kampagne für mehr Sicherheit beim Überholen von Radfahrern
Koblenz startet Verkehrssicherheitskampagne für sichere Überholabstände zu Radfahrern
Ab dem 6. Februar 2024 erinnert Koblenz mit einer Verkehrssicherheitskampagne Autofahrer an die korrekten Überholabstände beim Vorbeifahren an Radfahrern. Ziel der Initiative ist es, Unfälle zu verringern und die Bedingungen für Radfahrer zu verbessern. Gleichzeitig baut die Stadt die Radinfrastruktur aus, um mehr Menschen zum Umstieg auf das Fahrrad zu motivieren.
Die zehn Tage dauernde Aktion wird an zehn Standorten in Koblenz mit großformatigen Plakaten auf die gesetzlichen Vorgaben für sicheres Überholen hinweisen. Laut Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) müssen Kraftfahrer innerorts beim Überholen von Radfahrern mindestens 1,5 Meter Abstand halten. Bei Kindern auf dem Fahrrad erhöht sich dieser Mindestabstand auf zwei Meter – sowohl im Stadtgebiet als auch auf Landstraßen.
Studien zeigen, dass viele Autofahrer diese Regeln missachten. In München halten sich beispielsweise 63 Prozent der Motorisierten nicht an die vorgeschriebenen Abstände, was Unsicherheit schafft und das Unfallrisiko erhöht. Wer den Mindestabstand nicht einhält, muss mit einem Bußgeld von bis zu 80 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen.
Unterstützt wird die Kampagne vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen Thüringen (AGFK Thüringen), die gemeinsam Flyer mit den wichtigsten Regeln für Autofahrer und Radfahrer erstellt haben. Die Informationsblätter stehen unter koblenz.de/radverkehr zum Download bereit.
Die Aktion ist Teil der umfassenden Bemühungen Koblenzs, das Radfahren sicherer und attraktiver zu gestalten. Durch die Einhaltung der Überholabstände und den Ausbau der Infrastruktur sollen Unfälle reduziert und die Zahl der Radfahrer gesteigert werden. Die bereitgestellten Regeln und Materialien tragen dazu bei, das Miteinander auf den Straßen klarer und sicherer zu machen – zum Vorteil aller Verkehrsteilnehmer.






