24 May 2026, 20:07

Kretschmer fordert höhere Steuern für Erbschaften und Spitzenverdiener – doch die Koalition streitet

Kretschmer zeigt sich offen für höhere Steuern

Kretschmer fordert höhere Steuern für Erbschaften und Spitzenverdiener – doch die Koalition streitet

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat sich offen für höhere Steuern auf Erbschaften und Spitzenverdiener gezeigt. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der die Regierung über Reformen in den Bereichen Rente, Gesundheitswesen und Steuerpolitik diskutiert. Kretschmer betonte die Notwendigkeit einer langfristigen Strategie, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im kommenden Jahrzehnt zu sichern.

Kretschmer argumentierte, dass wohlhabendere Bürger stärker zur Kasse gebeten werden sollten, und erklärte: „Wer breitere Schultern hat, muss auch mehr tragen als diejenigen mit schwächeren.“ Pauschale Kürzungen bei Subventionen lehnte er ab und bezeichnete den Vorschlag als „keine kluge Politik“. Gleichzeitig warnte er vor einem „Rasenmäher-Ansatz“ bei der Finanzierung von Steuerentlastungen.

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) setzt sich dafür ein, die Steuerlast für Gering- und Mittelverdiener zu verringern, indem Spitzenverdiener stärker herangezogen werden. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) lehnt höhere Steuern für Topverdiener jedoch weiterhin entschieden ab.

Unterdessen bereitet die Rentenkommission der Regierung Vorschläge vor, die auch eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre umfassen könnten. Kretschmer kritisierte zudem die Gesundheitsreform als unzureichend, da ihr ein klares Gesamtkonzept fehle. Sowohl CDU als auch SPD erwägen, die Reformen angesichts der anstehenden Landtagswahlen zu verschieben.

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Die Debatte über Steuer- und Sozialreformen geht weiter, wobei die zentralen Akteure uneins sind, wie die Veränderungen finanziert werden sollen. Kretschmers Forderung nach einem strukturierten Vorgehen spiegelt die breiten Sorgen um die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands wider. Die Empfehlungen der Rentenkommission und die Wahltermine werden voraussichtlich die nächsten Schritte prägen.

Quelle