12 March 2026, 18:07

Ludwigshafener Schule dreht Imagefilm nach Jahren der Kritik und Polizeieinsätze

Ein Plakat mit animierten Bildern von Menschen und Text, der besagt, dass die Anzahl der internationalen Studenten in den USA im Schuljahr 2014/15 um 10% auf einen Rekord von 974.926 Studenten gestiegen ist.

Schüler möchten das Image der problematischen Schule verbessern - Ludwigshafener Schule dreht Imagefilm nach Jahren der Kritik und Polizeieinsätze

Eine Schule in Ludwigshafen unternimmt Schritte, um ihr Image in der Öffentlichkeit aufzubessern – nach einer Reihe viel beachteter Vorfälle. Schülerinnen und Schüler der Karolina-Burger-Realschule plus drehen derzeit einen Film, der ihre Schule in einem positiveren Licht zeigen soll. Das Projekt ist Teil umfassenderer Bemühungen, die Aufsicht und den Ruf der Einrichtung zu stärken.

In den vergangenen Jahren geriet die Schule wiederholt in die Kritik, unter anderem wegen Polizeieinsätze, bei denen Reizgas zum Einsatz kam, sowie Berichte über einen angeblichen Messerangriff. Diese Ereignisse veranlassten das Land, eine Präventionsinitiative zu starten, die die Sicherheit und Betreuung an der Schule verbessern soll.

Anders als oft bei staatlich finanzierten Vorhaben üblch, wird das Filmprojekt nicht aus Landesmitteln bestritten, sondern über das Startchancen-Programm gefördert – ein Bundeskonzept, das zwischen 2019 und 2024 bundesweit rund 5,5 Milliarden Euro bereitstellte. Konkrete Budgetangaben für dieses oder ähnliche Projekte in Rheinland-Pfalz liegen jedoch nicht vor. Das Bildungsministerium bestätigte, dass es den Film nicht finanziert; stattdessen wird das Projekt von einer externen ehrenamtlichen Trainerin begleitet.

Die AfD-Fraktion im Landtag hat die Initiative hinterfragt und eine Sondersitzung des Bildungsausschusses beantragt, um die Verwendung öffentlicher Gelder zu prüfen. Die Verantwortlichen des Projekts haben indes keine genauen Kosten genannt. Über Dauer und Aufführungen entscheidet die lokale Planung.

Jede Klasse trägt zum Film bei, wobei die Schülerinnen und Schüler aktiv daran mitwirken, das Bild ihrer Schule neu zu gestalten.

Das Filmprojekt steht für den Versuch von Schülerschaft und Lehrkräften, frühere Kontroversen hinter sich zu lassen. Auch wenn die Finanzierungsdetails unklar bleiben, unterstreicht die Initiative die anhaltenden Bemühungen, die Herausforderungen an der Schule anzugehen. Über den Ausgang des AfD-Antrags auf eine Ausschussprüfung ist noch nicht entschieden.

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