Lufthansa überrascht mit geringeren Verlusten als erwartet – Aktie steigt um 8 Prozent
Claudia FischerLufthansa überrascht mit geringeren Verlusten als erwartet – Aktie steigt um 8 Prozent
Die Lufthansa hat für das erste Quartal 2026 einen geringeren Verlust als erwartet gemeldet, was den Aktienkurs deutlich steigen ließ. Der bereinigte operative Verlust des Konzerns belief sich auf 612 Millionen Euro – etwas besser als die von Analysten prognostizierten 659 Millionen Euro. Anleger reagierten positiv, und die Aktie legte im frühen Handel um über 8 Prozent zu.
Die Umsätze des Unternehmens stiegen im Jahresvergleich um 8 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro im Quartal. Allerdings verfehlte diese Zahl die Erwartungen der Analysten, die mit einem Umsatz von 9,3 Milliarden Euro gerechnet hatten. Trotz dieser Abweichung hielt die Lufthansa an ihrer Jahresprognose fest und erwartet weiterhin, dass das bereinigte Betriebsergebnis die 1,96 Milliarden Euro aus dem Jahr 2025 übertreffen wird.
Als zentrale Risiken für diese Prognose gelten weiterhin Versorgungsengpässe bei Treibstoff und mögliche Streiks. Der anhaltende Konflikt im Iran hat in diesem Jahr bereits zu zusätzlichen Treibstoffkosten in Höhe von 1,7 Milliarden Euro geführt. Um Beeinträchtigungen abzumildern, hat die Lufthansa 20.000 Flüge aus ihrem Sommerflugplan gestrichen.
Langfristig hat sich die Airline ehrgeizige Ziele für die Gewinnmargen gesetzt: Zwischen 2028 und 2030 strebt sie eine Marge von 8 bis 10 Prozent an.
Nach Bekanntgabe der Ergebnisse kletterte der Lufthansa-Aktienkurs in Frankfurt bis zum Vormittag um 6 bis 8 Prozent. Ob das Unternehmen seine Gewinnziele erreichen kann, hängt maßgeblich davon ab, weitere Treibstoffknappheit oder Arbeitskonflikte zu vermeiden. Vorerst bleibt die Jahresprognose unverändert – die Erwartungen liegen weiterhin deutlich über den Ergebnissen des Vorjahres.






