10 June 2026, 00:32

Luftwaffe prüft F-35-Kauf: Droht Deutschland eine Fähigkeitslücke bei Kampfflugzeugen?

Luftwaffen-Inspekteur signalisiert Bereitschaft für mehr F-35

Luftwaffe prüft F-35-Kauf: Droht Deutschland eine Fähigkeitslücke bei Kampfflugzeugen?

Die deutsche Luftwaffe erwägt die Anschaffung weiterer US-amerikanischer F-35-Kampfjets, um eine drohende Lücke in ihrer Kampfflugzeugflotte zu schließen. Generalleutnant Holger Neumann, Inspekteur der Luftwaffe, hat sich offen für diesen Schritt gezeigt. Seine Äußerungen erfolgen nach dem Scheitern des gemeinschaftlichen deutsch-französischen Projekts für ein Kampfflugzeug der nächsten Generation.

Neumann warnte vor einem bevorstehenden Mangel in der deutschen Luftverteidigung. Die letzten Eurofighter-Jets sollen zwar bis 2035 ausgeliefert werden, doch ein europäischer Nachfolger liegt noch in weiter Ferne. Ohne Gegenmaßnahmen droht dem Land eine Fähigkeitslücke bei den Kampfflugzeugen.

Der General betonte, dass künftige Jets mit unbemannten Systemen kompatibel sein und Daten über Netzwerke austauschen müssen. Derzeit erfülle der F-35 diese Anforderungen besser als jede andere Option. Beim Eurofighter fehle es hingegen an Tarnkappenfähigkeit – ein entscheidendes Merkmal für die moderne Kriegsführung, so Neumann.

Zudem hob er die Stärken des F-35 als „Waffe für Tiefenschläge“ hervor. Dank seiner Tarnkappentechnik, großer Reichweite und der Fähigkeit, Marsflugkörper einzusetzen, könne er Ziele weit hinter den feindlichen Linien treffen. Neumann rief das Verteidigungsministerium auf, sich ab 2035 auf Kampfflugzeuge der fünften Generation zu konzentrieren.

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Der Vorschlag folgt auf das Scheitern des deutsch-französischen FCAS-Programms, das Deutschland ohne ein eigenentwickeltes Kampfflugzeug der nächsten Generation zurücklässt. Sollte der F-35 genehmigt werden, würde dies die langstreckigen Schlagoptionen des Landes erweitern. Die Entscheidung liegt nun bei den Verteidigungsexperten, die künftige Anforderungen gegen Haushaltszwänge abwägen müssen.

Quelle