Mainz 05: Warum der Müll nach Spielen Anwohner zur Weißglut treibt
Vermüllung nach Heimspielen von Mainz 05: Anwohner kritisieren unzureichende Aufräumaktionen
Weggeworfener Müll in der Umgebung der Mewa Arena ist nach Heimspielen des 1. FSV Mainz 05 ein wiederkehrendes Problem. Zerbrochene Flaschen, Essensverpackungen und Zigarettenstummel bleiben regelmäßig von Fans zurück. Anwohner zeigen sich besorgt über die Aufräumarbeiten des Vereins – und deren begrenzten Umfang.
Nach dem jüngsten Spiel gegen den FC Bayern München lagen Becher und Abfälle verstreut im Umfeld des Stadions. Ähnliche Szenen gab es bereits nach dem UEFA-Conference-League-Spiel gegen Racing Straßburg am 9. April, als auf angrenzenden Wegen und Feldern Glasscherben gefunden wurden.
Der Verein ist für die Reinigung des direkten Umfelds zuständig, darunter Parkplätze, Bushaltestellen, Straßenbahnstationen und bestimmte Gehwege. Mainz 05 arbeitet mit einem externen Dienstleister zusammen und deckt dabei Zonen bis zur Koblenzer Straße und Wilhelm-Quetsch-Straße ab. Allerdings gehören landwirtschaftliche Flächen in Stadtnähe nicht zu den Aufräumbereichen.
Kritiker werfen dem Verein vor, nur „vor der eigenen Tür zu kehren“ und angrenzende Gebiete zu vernachlässigen. Als Reaktion auf frühere Beschwerden hatte Mainz 05 bereits Initiativen wie den „Dreck-Weg-Tag“ oder Müllsammelaktionen organisiert. Doch Termine für weitere solche Aktionen stehen bisher nicht fest. Auch zu der Frage, ob der Verein ein grundsätzliches Müllproblem erkennt, äußert sich der Club nicht.
Die wiederholten Vermüllungsvorfälle sorgen bei Anwohnern und lokalen Beobachtern für Frust. Während Mainz 05 seine festgelegten Reinigungszonen pflegt, leiden Gebiete knapp außerhalb dieser Grenzen weiterhin unter achtlos weggeworfenem Abfall. Die fehlende Stellungnahme des Vereins zu künftigen Aufräumplänen lässt Fragen nach langfristigen Lösungen offen.






