28 March 2026, 16:05

Mainz digitalisiert Baugenehmigungen – ein großer Schritt zur papierlosen Verwaltung

Farbcodierte Karte eines geplanten Wohnbaugebiets auf einem Blatt Papier mit beschrifteten Abschnitten und begleitendem Text, der Gebäude, Straßen und andere Merkmale beschreibt.

Mainz digitalisiert Baugenehmigungen – ein großer Schritt zur papierlosen Verwaltung

Mainz stellt Bauanträge auf digitale Schiene um – Schritt in Richtung vollständige digitale Verwaltung

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Im Rahmen des Vorhabens, die Verwaltung vollständig zu digitalisieren, führt Mainz die Bearbeitung von Baugenehmigungen künftig online durch. Die Umstellung folgt Änderungen im Landesbaurecht und soll die Abläufe für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen sowie städtische Behörden vereinfachen. Oberbürgermeister Nino Haase betonte, dass dieser Schritt Teil einer umfassenderen Initiative sei, um digitale Dienstleistungen in der gesamten Stadt auszubauen.

Die Einführung digitaler Baugenehmigungen erfolgt schrittweise, da der Prozess komplex ist. Die Stadt hat bereits die notwendige technische Infrastruktur aufgebaut, um elektronische Anträge entgegenzunehmen und effizient zu bearbeiten. Ludwig Holle, Leiter des Mainzer Bauamts, erklärte, dass das neue System die Arbeitsabläufe beschleunigen und die Kommunikation mit den Behörden verbessern werde.

Lokale Wirtschaftskreise begrüßen die Entscheidung. Karina Szwede, Hauptgeschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer (IHK) für Rheinhessen, bezeichnete eine moderne und effiziente Verwaltung als entscheidend für die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit. Sie argumentierte, dass vereinfachte Verfahren sowohl Projektentwicklern als auch dem Immobilienmarkt insgesamt zugutekämen.

Während Mainz seine Digitalisierungspläne vorantreibt, setzen andere Großstädte auf unterschiedliche Ansätze. Berlin führte 2023 zwar eine Solarpflicht für Neubauten ein, hat aber noch keine digitalen Genehmigungsverfahren angekündigt. Hamburg setzte Ende 2025 das bundesweite Bau-Turbo-Gesetz um, um den Wohnungsbau zu beschleunigen, doch eine konkrete digitale Plattform steht noch aus. Auf nationaler Ebene wurde im März 2026 eine Digitalstrategie für Städte mit 28 Maßnahmen beschlossen, deren Umsetzung jedoch regional variiert. Sachsen plant beispielsweise, bis zum Sommer 2026 landesweite digitale Antragsverfahren einzuführen.

Das neue Online-System markiert einen bedeutenden Wandel in der Bearbeitung von Baugenehmigungen in Mainz. Langfristig strebt die Stadt eine vollständige Digitalisierung des gesamten Prozesses an. Die Verantwortlichen erwarten, dass die Umstellung Wartezeiten verkürzt, den Papierkram reduziert und die Interaktion mit der Verwaltung für alle Beteiligten reibungsloser gestaltet.

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