21 April 2026, 10:06

Mainz steckt trotz Bauboom in der Wohnungsnot-Falle – warum die Preise explodieren

Eine Zeichnung eines 17. Jahrhundert deutschen Schulgebäudes, das Schlossfrauenhaus, mit einem roten Dach, begleitet von erklärendem Text.

Mainz steckt trotz Bauboom in der Wohnungsnot-Falle – warum die Preise explodieren

Mainz kämpft trotz Bauoffensive mit verschärfter Wohnungsnot

Trotz verstärkter Bauaktivitäten in den vergangenen Jahren spitzt sich die Wohnungslage in Mainz weiter zu. Seit 2015 ist der Wohnungsbestand der Stadt zwar um 11 Prozent gewachsen, doch das Defizit hat sich um rund 1.300 Wohnungen vergrößert. Steigende Preise und ein wachsender Bevölkerungsdruck verschärfen die Situation zusätzlich.

2024 fehlten in Mainz etwa 7.100 Wohnungen. Die Lage könnte sich weiter zuspitzen, da bis 2035 mit rund 4.000 zusätzlichen Haushalten gerechnet wird. Zwar könnten laut Prognosen 9.000 Neubauten das Defizit bis 2035 auf 4.400 Wohnungen verringern – doch der aktuelle Baufortschritt hält mit der Nachfrage nicht Schritt.

Die Mieten und Immobilienpreise sind in den letzten Jahren stark angestiegen. Die durchschnittliche Kaltmiete liegt mittlerweile bei 14 Euro pro Quadratmeter – ein Plus von 40 Prozent seit 2015. Noch stärker legten die Preise für Eigentumswohnungen zu: Sie stiegen um 48 Prozent auf durchschnittlich 4.030 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2024.

Fast 70 Prozent des Mainzer Wohnraums sind Mietwohnungen, davon befinden sich 43,7 Prozent in der Hand privater Vermieter. Um die angespannte Lage zu entlasten, erhöhte der Stadtrat 2024 den Anteil geförderter Wohnungen in Neubauprojekten auf bis zu 80 Prozent. Rund 6.417 Wohnungen unterliegen bereits Miet- und Belegungsbindungen.

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Die Wohnungslücke in Mainz bleibt beträchtlich, während Preise und Mieten weiter steigen. Werden die Bauziele erreicht, könnte sich das Defizit bis 2035 verringern – doch die Nachfrage wird weiter wachsen. Mit dem Ausbau geförderter Wohnungen versucht die Stadt, Entlastung für Haushalte zu schaffen, die unter den hohen Kosten ächzen.

Quelle