12 June 2026, 14:06

Mainzer Rheinufer: Droht der Johannisnacht das Aus für ihre Fahrgeschäfte?

Empörung über die Renovation der Rheinpromenade in Mainz: Schausteller drohen der Stadt mit Klage

Mainzer Rheinufer: Droht der Johannisnacht das Aus für ihre Fahrgeschäfte?

Mainzer Rheinufer könnte seine großen Fahrgeschäfte verlieren – falls die Umgestaltungspläne umgesetzt werden

Der Schaustellerverband der Stadt warnt vor den Folgen für die Johannisnacht, ein Großereignis, das jährlich Tausende Besucher anzieht. Erst kürzlich wurde die Kirmeskultur als Teil des immateriellen Kulturerbes Deutschlands anerkannt.

Oberbürgermeister Nino Haase (parteilos) möchte das Rheinufer mit mehr Grünflächen attraktiver gestalten. Dies solle die Lebensqualität steigern und die Stadt an den Klimawandel anpassen. Im Rahmen der Pläne schlägt er vor, die großen Fahrgeschäfte an einen anderen Standort am Fluss zu verlegen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Marco Sottile, Vorsitzender des Mainzer Schaustellerverbands, warnt jedoch, dass viele Hauptattraktionen durch das neue Konzept verschwinden würden. Bis zu 30 Buden könnten ebenfalls wegfallen. Er zeigt sich skeptisch gegenüber Haases Zusagen und fordert verbindliche Planungsgarantien, bevor die Arbeiten beginnen.

Trotz der Spannungen bleibt Haase zuversichtlich, einen Kompromiss mit den Schaustellern zu finden. Die Debatte entbrennt just zu dem Zeitpunkt, an dem Mainz sich auf die Johannisnacht vom 19. bis 22. Juni 2023 vorbereitet – ein Fest, das für seinen Flussufer-Rummel und spektakuläre Fahrgeschäfte bekannt ist.

Die Neugestaltung könnte die großen Attraktionen und Stände dauerhaft vom Ufer verbannen. Während die Schausteller nach Sicherheit suchen, will die Stadt Grünflächen und kulturelle Traditionen in Einklang bringen. Die Zukunft der Johannisnacht und anderer Veranstaltungen hängt nun von den Verhandlungen zwischen beiden Seiten ab.

Quelle