30 April 2026, 10:06

Mainzer Schülerticket bleibt bis 2026 günstig – doch dann droht die Preisschraube

Plakat, das die Streichung von Studienkrediten für diejenigen ankündigt, die im nächsten Monat in den Plan zur Rückzahlung von Studienkrediten aufgenommen werden.

Mainzer Schülerticket bleibt bis 2026 günstig – doch dann droht die Preisschraube

Das subventionierte Schülerticket in Mainz bleibt bis Ende 2026 bestehen. Stadtvertreter, Verkehrsunternehmen und lokale Politiker haben gemeinsam verhindert, dass die Kosten für Familien stark steigen. Ohne diese Einigung hätten Tausende ab dem nächsten Jahr deutlich höhere Preise für den ÖPNV zahlen müssen.

Das ermäßigte Schülerticket kostet derzeit 365 Euro pro Jahr bzw. 31 Euro im Monat. Es gilt für Schülerinnen und Schüler, die zwar innerhalb eines 4-Kilometer-Radius um ihre Schule wohnen, aber dennoch auf Busse angewiesen sind. Die Förderung des Programms war jedoch im Rahmen der Haushaltsverhandlungen des Landes von der regierenden "Kenia-Koalition" aus SPD, Grünen und FDP gekürzt worden.

Die Stadt Mainz sowie die Mainzer Stadtwerke (MSW) und die Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) sprangen ein, um die Preise vorerst stabil zu halten. Die SPD schlug vor, zusätzliche Einnahmen aus höheren Anwohnerparkgebühren für die Finanzierung bezahlbarer Verkehrsangebote zu nutzen. Unterdessen forderte der bildungspolitische Sprecher der Grünen, Gunther Heinisch, eine dauerhafte Lösung auf Landesebene.

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Eine langfristige Regelung steht jedoch noch aus. Die aktuelle Vereinbarung gilt nur bis Ende 2026 – die Zukunft des Tickets bleibt damit ungewiss. Einige schlagen vor, kostenlose Tickets auf alle Schülerinnen und Schüler auszuweiten, unabhängig von der Entfernung zur Schule, um die kommunalen Haushalte zu entlasten.

Fürs Erste zahlen Schüler und Familien in Mainz weiterhin die gleichen Tarife für den Nahverkehr. Doch ab 2027 hängt das Überleben des Programms von weiteren Verhandlungen zwischen Stadt und Land ab. Die Verantwortlichen müssen eine nachhaltige Finanzierung finden – sonst drohen den Pendlern höhere Kosten.

Quelle