Mysterióse Sieben-Meter-Statue in London – ist Banksy zurück?
Übernacht ist in der Londoner Innenstadt eine rätselhafte, sieben Meter hohe Statue aufgetaucht und nährt die Vermutung, es könnte sich um das neueste Werk des geheimnisvollen Künstlers Banksy handeln. Die auffällige Figur steht an der Pall Mall, in der Nähe des Athenaeum Clubs und des Krimkriegsdenkmals, und zieht mit ihrem markanten Design bereits die Blicke der Passanten auf sich.
Die Statue zeigt einen Mann, der entschlossen vom Sockel einer Säule schreitet, während er eine Fahne umklammert, die sein Gesicht vollständig verdeckt. Sie wurde in kürzester Zeit aus vorgefertigten Teilen zusammengesetzt und thront nun direkt vor einer goldenen Athena-Statue am Waterloo Place. Die offensichtlichen politischen Untertöne des Werks passen zu den Themen, die Banksy häufig in seinen Arbeiten aufgreift.
Bisher hat sich der Künstler nicht zu der Statue bekannt. Normalerweise bestätigt Banksy seine Werke über seinen Instagram-Account, doch dieses Stück bleibt – wie einige seiner jüngeren Wandgemälde, darunter eines an einem Hochhaus in der Londoner Innenstadt im vergangenen Jahr – ununterzeichnet. Die Identität des Künstlers ist seit langem Gegenstand von Spekulationen; 2008 wurde Robin Gunningham als mögliche Person hinter dem Pseudonym genannt.
Das plötzliche Erscheinen der Statue hat die Diskussionen über Banksys Methoden und Botschaften neu entfacht. Ihre Platzierung an einem prominenten Ort in Kombination mit der kraftvollen bildlichen Aussage lässt viele fragen, ob es sich hier um einen weiteren seiner typischen Eingriffe in den öffentlichen Raum handelt.
Vorerst bleibt die Statue ohne Urheberschaftsnachweis, sodass ihre Herkunft – und ihr Schöpfer – im Dunkeln bleiben. Sollte sie sich als Banksy-Werk bestätigen, wäre es ein weiterer provokanter Beitrag zu Londons Straßenkunst. Bis dahin wird die Debatte über ihre Bedeutung und ihren Urheber wohl weitergehen.






