Neuer Rechenzentrums-Campus in Nauen stärkt Berlins digitale Zukunft bis 2028
Clara BraunNeuer Rechenzentrums-Campus in Nauen stärkt Berlins digitale Zukunft bis 2028
In Nauen, einer Stadt westlich von Berlin, entsteht ein neues Rechenzentrums-Campus – ein bedeutender Schritt für den Ausbau der digitalen Infrastruktur in der Hauptstadtregion. Der Betreiber maincubes hat nun mit den Bauarbeiten auf dem Gelände begonnen, das zuvor landwirtschaftlich genutzt wurde.
Die Vorbereitungen laufen bereits: Im ersten Abschnitt steht der Aufbau der Energieinfrastruktur im Fokus. Dazu gehören ein 110-Kilovolt-Umspannwerk sowie eine sechs Kilometer lange Hochspannungsleitung, die den Strom vom regionalen Versorger E.DIS liefern soll. Die erste Ausbaustufe wird eine Leistung von 200 Megawatt bereitstellen, wobei langfristig eine Erweiterung auf über 400 Megawatt möglich ist.
Das erste Rechenzentrum soll Ende 2027 in Betrieb gehen, der gesamte Campus wird voraussichtlich 2028 voll funktionsfähig sein. Das Projekt fällt in eine Zeit, in der Europa seine Abhängigkeit von importierter digitaler Infrastruktur verringern will. Bisher decken lokale Anbieter nur einen geringen Teil des technologischen Bedarfs des Kontinents ab.
Nauens Standort festigt Berlins wachsenden Ruf als Zentrum für digitales Wachstum. Das Vorhaben passt zu den übergeordneten Bestrebungen, die digitale Souveränität Europas durch den Ausbau heimischer Kapazitäten zu stärken. Der neue Campus wird nicht nur die steigende Nachfrage nach Datendiensten bedienen, sondern auch die regionalen Energienetze entlasten. Nach seiner Fertigstellung trägt er zu Deutschlands Ziel bei, die digitale Infrastruktur auszubauen. Dank der Erweiterungsmöglichkeiten bleibt zudem Raum für künftige Kapazitätssteigerungen.






