Neues Löschfahrzeug TLF 2000 stärkt Feuerwehr Erpel für Extremwetter-Einsätze
Mila KleinNeues Löschfahrzeug TLF 2000 stärkt Feuerwehr Erpel für Extremwetter-Einsätze
Die Freiwillige Feuerwehr Erpel hat ein neues Löschfahrzeug, den TLF 2000, in Dienst gestellt, das ein 40 Jahre altes Modell ersetzt. Das Fahrzeug kostete 351.888,16 Euro und wurde über die Verbandsgemeinde Unkel finanziert, mit zusätzlicher Unterstützung durch das Land Rheinland-Pfalz. Es bewährt sich bereits in Einsatzsituationen.
Der TLF 2000 basiert auf einem MAN-Allradfahrgestell, was ihm eine hohe Geländegängigkeit verleiht. Dadurch kann er auch bei extremem Wetter, Überschwemmungen und Waldbränden effektiv eingesetzt werden. Das Fahrzeug ist zudem mit einer Kettensäge, einem Notstromaggregat, Beleuchtungsausrüstung und einer Schlammpumpe ausgestattet, sodass es auch nachts – etwa bei Sturm- oder Hochwasserschäden – operieren kann.
Bereits im Ernstfall bewährt, rückte der TLF 2000 zu einem Brand eines Arbeitszugs in Unkel aus, bei dem etwa 300 Liter Diesel betroffen waren. Das Land Rheinland-Pfalz steuerte einen Festzuschuss von 73.000 Euro für die Anschaffung bei.
Die Krisenbewältigungsstrategie des Landkreises umfasst die Verbesserung professioneller Maßnahmen im Bevölkerungsschutz, regelmäßige Notfallübungen sowie die enge Zusammenarbeit mit kommunalen Partnern, Nachbarlandkreisen und Landesbehörden. Zudem stellt das Land jeweils 22.000 Euro für die Erneuerung der Fahrgestelle von drei Gefahrguteinheiten bereit. Diese Einheiten verfügen über Module zur Eindämmung und Umladung umweltgefährdender Flüssigkeiten, Leckabdichtungswerkzeuge, Messgeräte und Chemikalienschutzanzüge.
Der Verbandsbürgermeister von Unkel, Karsten Fehr, dankte Landrat Achim Hallerbach für die Sicherstellung einer Ausweichroute über die Westerwald-Taunus-Strecke. Moderne technische Standards, wie sie der neue TLF 2000 und die aufgerüsteten Gefahrguteinheiten verkörpern, seien entscheidend für eine wirksame Krisenbewältigung, so Fehr.
Das neue Löschfahrzeug stärkt die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr unter schwierigen Bedingungen. Seine fortschrittliche Ausstattung und die modernisierten Gefahrguteinheiten erhöhen die Gesamtkapazitäten der Region im Krisenmanagement. Die Investitionen unterstreichen das Bekenntnis zu hohen Sicherheitsstandards im Bevölkerungsschutz.






