16 March 2026, 22:05

Neuwied feiert Internationalen Frauentag mit Film und lebhaften Diskussionen

Plakat für die Internationale Kunstausstellung in München, Deutschland, mit einer zentralen menschenähnlichen Figur und Text über das Ereignis.

Neuwied feiert Internationalen Frauentag mit Film und lebhaften Diskussionen

Lokales Bündnis in Neuwied feiert Internationalen Frauentag mit öffentlicher Veranstaltung

Ein lokales Bündnis in Neuwied hat den Internationalen Frauentag am 8. März mit einer öffentlichen Veranstaltung begangen. Die vom Arbeitskreis Internationaler Frauentag organisierte Zusammenkunft umfasste einen Empfang sowie eine Filmvorführung. Über 100 Besucher:innen füllten an diesem Tag das Schauburg-Kino.

Die Veranstaltung begann mit einer Begrüßung durch die Organisator:innen, gefolgt von der Vorführung des Dokumentarfilms "Die Unbeugsamen 2: Guten Morgen, schöne Welt". Der Film beleuchtet das Leben von Frauen in der DDR und bietet historische sowie gesellschaftliche Einblicke in ihre Kämpfe und Herausforderungen.

Stefanie Stavenhagen, die neu ernannte Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Neuwied, hob die große Resonanz hervor. Sie betonte, dass der Film lebhafte Diskussionen über anhaltende Geschlechterungleichheiten in Deutschland auslöste. Obwohl die rechtliche Gleichstellung bereits 1958 verankert wurde, bestehen weiterhin Lohnungleichheiten und eine Unterrepräsentanz von Frauen in vielen Bereichen.

Edith Sauerbier, Gewerkschaftssekretärin beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), richtete sich in einer Rede an das Publikum. Sie rief Frauen dazu auf, sich an den anstehenden Landtagswahlen zu beteiligen, da politische Teilhabe entscheidend sei, um die Gleichstellung voranzutreiben. Der DGB koordiniert den Arbeitskreis, in dem sich verschiedene lokale Organisationen engagieren.

Das Bündnis selbst vereint eine breite Palette an Mitgliedern – von der Ahmadiyya Muslim Jamaat und Amnesty International über die Frauen-Union der CDU bis hin zu Caritas. Weitere Beteiligte sind die Bundesagentur für Arbeit, die Diakonie Neuwied und das Mehrgenerationenhaus Neuwied. Initiativen wie Frauenwürde e.V., der Migrationsbeirat und der UTAMARA FrauenBegegnungsOrt wirken ebenfalls an der Arbeit des Arbeitskreises mit.

Während die Veranstaltung übergeordnete Themen in den Fokus rückte, liegen konkrete Daten zur politischen Repräsentation von Frauen in Neuwied bisher nicht vor. Lokale Berichte nennen zwar allgemeine Anliegen von Frauen, doch fehlen detaillierte Angaben zu den bisherigen Auswirkungen der Gruppe seit ihrer Gründung.

Die Veranstaltung am 8. März machte sowohl Fortschritte als auch anhaltende Herausforderungen auf dem Weg zur Gleichstellung deutlich. Die Organisator:innen kündigten an, ihre Arbeit fortzusetzen und sich für mehr Repräsentation und faire Behandlung einzusetzen. Künftige Aktivitäten sollen an das große Interesse in der Gemeinschaft anknüpfen, das sich bei der diesjährigen Filmvorführung zeigte.

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