17 March 2026, 12:07

NRW-Polizei jagt jetzt "PS-Influencer" mit Social-Media-Überwachung und Drohnen

Ein Rennwagen, der auf einer Rennstrecke fährt, mit einem Polizeiwagen im Hintergrund, umgeben von Gras, Pflanzen, Bäumen und einem Zaun, mit einem Fahrzeug auf der rechten Seite und Text unten.

Tuner-Szene: NRW-Polizei zielt auf 'Entertainer' - NRW-Polizei jagt jetzt "PS-Influencer" mit Social-Media-Überwachung und Drohnen

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen geht härter gegen Influencer vor, die illegale Straßenrennen bewerben. Die neue Strategie richtet sich gegen sogenannte "PS-Influencer", die Hochgeschwindigkeits-Stunts filmen und im Netz verbreiten. Die Behörden wollen gefährliche Treffen bereits im Vorfeld verhindern – durch die Überwachung sozialer Medien und schnelle Einsatzkräfte.

Das Vorgehen sieht vor, die Online-Kanäle von Influencern zu beobachten, die für die Organisation oder Teilnahme an illegalen Auto-Events bekannt sind. Durch diese Kontrolle erhofft sich die Polizei frühzeitige Hinweise auf geplante Zusammenkünfte. Wird ein nicht genehmigtes Treffen gemeldet, rücken die Beamten künftig in großer Zahl aus, um die Teilnehmer bereits auf dem Weg dorthin abzufangen.

Zur Verstärkung der Maßnahmen bewerten das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) und das Landeskriminalamt (LKA) die Lage in Echtzeit. Hubschrauber oder Drohnen könnten zum Sammeln von Beweisen und zur Verfolgung der Bewegungen eingesetzt werden. Die Zusammenarbeit mit den Polizeibehörden in Belgien und den Niederlanden soll zudem verhindern, dass Rennfahrer durch Grenzübertritte der Festnahme entgehen.

Im Rahmen des neuen Ansatzes können die Behörden offizielle Verwarnungen aussprechen oder Influencer von bestimmten Gebieten ausschließen, wenn sie eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen. Diese Influencer locken oft Hunderte von Zuschauern zu illegalen Treffen, was zu rücksichtslosem Fahren und Gefährdung der Allgemeinheit führt. In den letzten zwei Jahren wurden in der Region jedoch keine offiziellen Verwarnungen oder Area-Banns wegen solcher Aktivitäten verzeichnet.

Der Schwerpunkt der Razzia liegt darauf, illegale Rennen bereits im Keim zu ersticken. Durch Social-Media-Überwachung und grenzüberschreitende Zusammenarbeit will die Polizei die Risiken durch Hochgeschwindigkeits-Stunts verringern. Die Strategie markiert einen Wechsel von reaktiver zu präventiver Strafverfolgung – weg vom Eingreifen nach Vorfällen, hin zur Vorbeugung.

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