03 April 2026, 00:08

NRW pumpt 836 Millionen Euro in den S-Bahn-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach

Offenes Buch mit detaillierten Zeichnungen und Text, einschließlich einer Illustration einer Eisenbahnschiene.

NRW pumpt 836 Millionen Euro in den S-Bahn-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach

Nordrhein-Westfalen (NRW) investiert massiv in den Ausbau der S-Bahn-Linie S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln. Der Bundessstaat stellt für das Vorhaben 305 Millionen Euro bereit, mit denen Bahnhöfe modernisiert und die Streckenkapazität deutlich erhöht werden. Nach Fertigstellung sollen die Züge im 10-Minuten-Takt verkehren – in den Hauptverkehrszeiten sogar noch häufiger.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Zum Projekt gehört der zweigleisige Ausbau auf der 7,5 Kilometer langen Strecke zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach. Der Bahnhof Bergisch Gladbach wird von zwei auf vier Bahnsteige erweitert, während der neue Haltepunkt Köln-Kalk West komplett neu entsteht. Zudem entstehen zwei zusätzliche Mittelbahnsteige – je einer am Kölner Hauptbahnhof und am Bahnhof Köln Messe/Deutz.

Sämtliche Stationen zwischen Köln-Holweide und Bergisch Gladbach werden barrierefrei ausgebaut. Das Gesamtbudget beläuft sich mittlerweile auf 836 Millionen Euro, wovon 531 Millionen vom Bund stammen. Allerdings gerät der geplante Fertigstellungstermin für das zweite Gleis im frühen Jahr 2032 ins Wanken, da es Überschneidungen mit anderen Infrastrukturprojekten gibt.

Die erste größere Sperrung ist vom 10. April bis 3. Juli 2026 vorgesehen, wenn ein Abschnitt der Strecke für die Installation eines digitalen Stellwerks in Mülheim gesperrt wird. NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer erwartet, dass noch in diesem Sommer alle Baugenehmigungen vorliegen. Sobald diese erteilt sind, kann die DB InfraGO mit der Ausschreibung von Aufträgen beginnen und notwendige Streckensperrungen anmelden.

Die Modernisierungsmaßnahmen werden die Kapazität der S11 deutlich steigern: Künftig sollen Züge im 10-Minuten-Takt fahren, in Stoßzeiten fast alle fünf Minuten. Ziel des Projekts ist es, die Erreichbarkeit und Pünktlichkeit für Fahrgäste in der gesamten Region zu verbessern. Verzögerungen bei Genehmigungen und sich überschneidende Projektzeitpläne könnten den endgültigen Fertigstellungstermin jedoch weiter nach hinten verschieben.

Quelle